Top 10 Krypto-Check: Mit minus 60 Prozent an die Spitze

Gut 15 Prozent hat der Bitcoin seit dem jüngsten Hoch von Ende Juli bereits wieder verloren. Zum Wochenauftakt steht die 7000er-Zone erneut zur Disposition. Aber wie fällt die Bilanz der anderen Krypto-Währungen aus, welcher Coin zeigt relative Stärke? Eine Münze sticht besonders hervor, wie unsere Performance-Matrix zeigt.

 

 

Bei der UBS ist man sich sicher: Nur rund 30 Prozent des Kurstrends beim Bitcoin basieren auf fundamentalen Gründen. Der Rest sei pure Spekulation, ausgelöst durch kurzfristige Trader und einflussreiche Großinvestoren – auch „Wale“ genannt – die mit ihren Milliardenwetten den vergleichsweise kleinen Krypto-Markt bestimmen. Dies sind natürlich keine idealen Voraussetzungen, mit Digitalmünzen als Kleinanleger erfolgreich zu sein.

Zur Jahreswechsel waren die Chancen noch deutlich besser, die Kurse liefen stramm Richtung Norden. Seit dem ersten Quartal sieht die Lage aber anders aus, nahezu alle Kryptos befinden sich im Abwärtssog.

Unsere Auswertung der zehn größten Krypto-Währungen liefert daher eine Bilanz des Schreckens. Bitcoin „glänzt“ mit dem geringsten Abschlag zum 2018er-Hoch, der Kurs steht nur 60 Prozent tiefer. Ripple, Cardano und Tron büßten rund 90 Prozent ein, im Durchschnitt stehen die zehn größten Währungen um knapp 80 Prozent tiefer. Wer zur falschen Zeit eingestiegen ist, hat einen Totalverlust erlitten. Dies dürfte auf viele Anleger zutreffen, neun der zehn Kryptos erreichten in der ersten Januar-Hälfte ihre Bestmarke. Nur EOS fällt aus der Reihe, erst Ende April kletterte der Kurs auf Rekord.

Quelle: Guidants, finanzen.net

Ein differenzierteres Bild zeigt unsere Auswertung gegenüber dem Tief. Auch hier trumpft EOS groß auf, das Polster von gut 80 Prozent fällt noch sehr komfortabel aus. Stellar liegt gut 50 Prozent höher und zählt mit Ethereum, EOS und Tron zu den wenigen Kryptos, die im ersten Quartal das Tief markierten. Ripple, Litecoin und Cardano droht hingegen schon bald der nächste Rückschlag unter wichtige Haltezonen.

Trotz der deutlichen Abschläge seit den 2018er-Hoch zeichnet sich keine nachhaltige Erholung ab. Wir hatten die fehlende Marktbreite bereits als Warnsignal während der jüngsten Bitcoin-Rally hervorgehoben. Und auch jetzt zieht es die größten Coins geschlossen nach unten, wie die tiefrote Bilanz der vergangenen sieben Tage zeigt. In einem solchen Umfeld haben es auch Münzen mit relativer Stärke wie EOS und Stellar schwer, weiter nach oben zu laufen.

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