Südkoreaner treiben EOS an – Was ist da los?

Während die meisten großen Kryptowährungen nach wie vor auf der Stelle treten, startet EOS richtig durch. Auf Sicht von 24 Stunden zieht der Kurs um rund 30 Prozent an, die Umsätze liegen mit 2,3 Mrd. Dollar deutlich höher als bei Ethereum. Im Ranking der schwersten Kryptos schiebt sich EOS mit 6,5 Mrd. Dollar auf den fünften Platz vor Litecoin, der Abwärtstrend wurde zur Wochenmitte übersprungen.

 

Für die meisten Kryptos zeichnet sich ein ruhiger Übergang ins Wochenende ab. Bitcoin als Nummer eins steht seit Tagen nahezu unverändert bei rund 6800 Dollar. Die Musik spielt eindeutig bei EOS: In den vergangenen Stunden ist der Kurs kräftig gestiegen, besonders an den südkoreanischen Börsen verzeichnet der Coin eine hohe Nachfrage. Daten von Coinmarketcap zufolge wurde auf den beiden Handelsplätzen Bithumb und Upbit in den vergangenen 24 Stunden rund 40 Prozent des weltweiten Volumens abgewickelt.

Aus technischer Sicht sind dies durchaus positive Signale. In einem seit Monaten schwachen Gesamtmarktumfeld, der sich bei den meisten Coins mit intakten Abwärtstrends widerspiegelt, zeigt EOS unter hohen Umsätzen relative Stärke. Nachdem EOS in den vergangenen knapp drei Wochen mehrfach im Bereich der 200-Tage-Linie (violett) gekauft wurde, scheint der Weg mit dem nun erfolgten Anstieg über den 50-Tage-Durchschnitt frei zu sein. Auch der Abstand von gut 30 Prozent zum Monatsdurchschnitt weist noch nicht auf eine Übertreibung hin. Im November, Dezember und Januar neigte der Kurs meist erst ab einer Differenz von mehr als 50 Prozent zu einer Atempause (Verlauf unter dem Chart). Das nächste Ziel liegt somit am Hoch von Mitte Februar bei rund 9,90/10 Dollar. Sollte EOS auch diese Hürde nehmen, lauern die nächsten Herausforderungen bei 12 und um 16 Dollar. Nach unten ist die Sache ebenfalls klar: Ein Rücksetzer unter die 200-Tage-Linie wäre sehr negativ zu bewerten.

Quelle: Guidants

Rückenwind kommt vor allem von zwei Seiten: Der bevorstehende Airdrop und das Release von EOSIS 3.0. Alle, die am 15. April mindestens 100 EOS-Token in ihrer Wallet haben, erhalten automatisch die gleiche Menge an eosDAC-Token. In diesem Video werden wichtige Hintergründe zum Airdrop erklärt. Neben der Aussicht auf „kostenlose“ Coins sorgt auch das kürzlich erfolgte Release beim potenziellen Ethereum-Killer für gute Stimmung. Mit den verbesserten Skalierbarkeitsfunktionen wächst der Druck auf Ethereum. Kurzfristig sind die Aussichten für EOS daher recht gut. Nach dem Airdrop zur Monatsmitte wird sich aber erst zeigen, wie nachhaltig der Anstieg wirklich war.

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