Stellar – Jetzt noch in den Überflieger einsteigen?

Nur wenige Altcoins entwickelten sich in den vergangenen Wochen besser als Bitcoin. Zu den Ausnahmen zählt Stellar: Rund 30 Prozent Gewinn seit Anfang Juli reichen für den ersten Platz im Performance-Ranking der zehn größten Kryptos. Nach Marktkapitalisierung liegt der Coin bereits für Platz sechs. Zahlreiche gute Nachrichten lassen aufhorchen.

 

 

Am Donnerstag überwiegen zur Abwechslung wieder die positiven Vorzeichen bei den Kryptos. Allerdings halten sich die Aufschläge in Grenzen, die Tagesbilanz ist noch nicht entschieden. Bitcoin steht auf Sicht von 24 Stunden gut ein Prozent höher. Größter Gewinner ist hingegen erneut Stellar mit rund drei Prozent.

Damit setzt sich die beeindruckende Relative Stärke der vergangenen Wochen fort. Seit dem Tief von Mitte Juli steht der Kurs knapp 50 Prozent höher. Dies wirkte sich auch auf die Marktkapitalisierung aus. Mit 5,2 Mrd. Dollar reicht es derzeit für den sechsten Platz, Litecoin auf Rang sieben liegt bei 4,5 Mrd. Dollar. EOS auf Platz fünf steht bei 6,5 Mrd. Dollar, nach oben und unten besteht somit viel Luft.

Stellar wird gerne mit Ripple verglichen, was nur auf den ersten Blick passt. Mit der 2014 durchgeführten Abspaltung von Ripple ging der Coin einen anderen Weg. Stellar ist als Non-Profit-Unternehmen aufgestellt und will den Geldtransfer schneller, transparenter und günstiger machen. Dabei rücken vor allem auch Menschen mit einem eingeschränkten Bankzugang in den Fokus.

Mit Kursgewinnen wurde daher die am 25. Juli verkündete Kooperation mit TransferTo honoriert. Der Zahlungsdienstleister ist Spezialist für internationale Transaktionen. Zuvor hatten bereits Gerüchte über ein bevorstehendes Listing des XLM-Coins auf der Handelsplattform Coinbase für Auftrieb gesorgt. Stellar erhielt zudem als erste Kryptowährung seiner Art ein Scharia-Zertifikat und kann nun auch im muslimischen Bankwesen durchstarten.

Diese Neuigkeiten sind im Kurs aber inzwischen nahezu vollständig eingepreist. Nur wenn der positive Newsflow anhält, dürfte weiter Kapital in den Coin fließen. Technisch ist die Lage hingegen eher durchwachsen. Der Anstieg seit Mitte Juli fiel zwar dynamisch aus, Stellar schaffte aber nicht den Sprung über den Abwärtstrend (rot) sowie die langsam fallende 200-Tage-Linie (violett).

Quelle: Guidants

In der Spitze verlor der Kurs seitdem um rund 25 Prozent und liegt wieder auf dem breiten Unterstützungsband um 0,25 bis 0,27 Dollar. Dank der Korrektur wurde die zuvor kräftig überhitzte Lage mit 40 Prozent Abstand zur 21-Tage-Linie (Indikator unter dem Chart) komplett abgebaut. Aus statistischer Sicht besteht daher wieder Spielraum.

Fazit: Aufgrund der relativen Stärke zählt Stellar zu den wenigen Kryptos, die derzeit auf der Long-Seite für spekulative Anleger attraktiv sind. Neueinsteiger sollten die Position aber eng absichern, im ungünstigen Fall drohen zügig Verluste bis in den Bereich 0,18/0,20 Dollar. Gelingt hingegen ein Tagesschluss über 0,35 Dollar, würde dies weiteres Potenzial bis 0,38/0,40 und später 0,46 Dollar entfachen. Vorerst aber stellt die Abwärtstrendlinie um 0,33 Dollar das Erholungsziel dar.

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