Ran Neu-Ner skizziert Fahrplan für den Krypto-Markt

Nun also doch: Zum Wochenschluss droht Bitcoin deutlich unter die 6000er-Schwelle zu fallen. Krypto-Trader Ran Neu-Ner hat sein Modell aktualisiert und nennt klare Trefferquoten für bestimmte Kursziele. Der Profi ist aber nicht für alle Digitalwährungen skeptisch gestimmt, zwei Favoriten stechen hervor.

 

 

An fünf der vergangenen sieben Tage schaute Bitcoin wenn auch nur kurzzeitig von unten auf die 6000er-Marke. Das Jahrestief vom letzten Wochenende bei rund 5800 Dollar wurde zwar bisher noch nicht unterschritten. Doch es dürfte nur noch eine Frage von Stunden oder Tagen sein, bis neue Tiefs ausgebildet werden. Fakt ist, dass der Abwärtstrend absolut intakt ist und es keine Anzeichen gibt, die kurzfristig auf einen nachhaltigen Stimmungswechsel hinweisen. Der Preis fällt langsam und kontinuierlich mit der Folge, dass auch keine Übertreibungen und somit extrem überverkaufte Situation entstehen. Solange die Kapitulationsphase mit einem Ausverkauf nicht vorliegt, bleiben die Aussichten negativ. Läuft es schlecht, könnte Bitcoin zu Beginn der kommenden Woche bereits die Unterseite des Kanals – die aktuell mit einer alten Unterstützung zusammenfällt – bei 5400 anlaufen. Richtung Norden erscheint die 6400 bis 6800er-Region vorerst als unüberwindbare Hürde.

Quelle: Guidants

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch Krypto-Trader Ran Neu-Ner. Am 11. Juni hatte er bereits die 5900er-Zone ins Spiel gebracht, damals stand der Kurs noch bei 6800. Nun prognostiziert sein Modell mit einer 62-prozentigen Wahrscheinlichkeit einen Rücksetzer bis 5350. Bullisch wird Neu-Ner erst wieder oberhalb von 7400.

Klingt zunächst unverändert pessimistisch. Doch gerade für langfristig ausgerichtete Investoren bieten Bitcoin und viele Altcoins inzwischen deutlich bessere Chance-Risiko-Verhältnisse als noch vor einigen Monaten. Die Nummer eins hat seit dem Mai-Hoch 40 Prozent verloren, seit Jahresbeginn rund 60 Prozent.

„Der Gewinn liegt im Einkauf“ lautet eine alte Kaufmannsregel und sie ist immer noch gültig. Natürlich können die Kurse noch weiter fallen. Im Bereich zwischen 4000 bis 5000 Dollar wird das Mining für immer mehr Miner aber unrentabel, hier sollte eine Grenze liegen. Wer gehofft hatte, mit Digitalwährungen das schnelle Geld zu machen, dürfte hingegen den Markt verlassen haben. Damit steigen allmählich die Chancen auch aus Sentiment-Sicht für eine Erholung mit neuen Hochs. Wie auch am Aktienmarkt ist eine sinnvolle Streuung natürlich wichtig, Anleger sollten nicht alles auf eine Karte setzen. Neu-Ner sieht hier vor allem Cardano und Neo als mögliche Favoriten. Das komplette Interview finden Sie hier.

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