Nein zu Bitcoin – Ja zur Blockchain

Bitcoin und andere Kryptowährungen haben sich am Wochenende nach einer miserablen Handelswoche leicht erholen können. Von den Top 10 Kryptos hat sich Cardano mit fast 20 Prozent am stärksten erholt. Bitcoin Cash (hier geht es zum Zertifikat) war mit einem Plus von 15 Prozent ebenfalls sehr stark. Über allen schwebt aber nach wie vor das Thema Regulierung und Anwendungsmöglichkeiten, zuletzt haben sich einige Notenbanken geäußert.

Zuletzt war viel von kleineren Notenbanken zum Thema Kryptos und ICOs zu hören. So hat die österreichische Notenbank einen Prospekt gefordert, der ähnlich wie bei Aktien oder anderen Wertpapieren zu behandeln sei. Auch der Vertrieb, sprich Banken und Broker, sollen Kryptos künftig wie Wertpapiere betrachten.

Keine eigene Kryptowährung

Bei ihren Überlegungen zu Kryprowährungen waren die Notenbanken Australiens und Neuseelands einen Schritt weiter. Sie hatten die Einführung einer eigenen Kryptowährung Medienangaben zufolge überlegt, aber die Idee wieder verworfen. Digitale Währungen seien „faszinierend“, aber „ineffizient“.

Erforschung der Blockchain als Schwerpunkt

Obwohl die australische Regierung erhebliche Mittel für die Blockchain-Forschung bereitstellt, hat die Ausgabe einer eigenen Kryptowährung laut Tony Richards, Leiter der Zahlungspolitik der Reserve Bank of Australia (RBA), keine hohe Priorität. Man arbeite aber daran und prüfe vor allem, ob eine digitale Zentralbankwährung für den B2B-Einsatz wertvoll sein könnte oder nicht. Eine halbe Million Dollar wird die australische Regierung 2018/19 in die Blockchainforschung stecken.

Richards betrachtet Bitcoin mit gemischten Gefühlen: „Neun Jahre nach dem Start und ungefähr fünf Jahre, seit es in das öffentliche Bewusstsein gelangt ist, hat [Bitcoin] weiterhin strukturelle Mängel, die es für viele Anwendungen ungeeignet machen, von denen viele aus seinem ineffizienten Verifizierungsprozess stammen … Trotz der anerkannten Risiken, sind Kryptowährungen eine faszinierende Entwicklung, sowohl unter dem Aspekt der Zahlungen als auch aus einer breiteren wirtschaftlichen Perspektive.“ Im benachbarten Neuseeland äußerten die Notenbankchefs ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Vorteile eines eigenen Coins.

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