Kryptos – brutales erstes Quartal

Das erste Quartal war für Kryptowährungsinvestoren eine Katastrophe, anders lässt sich die Performance nicht beschreiben. Verluste von fast 80 Prozent gab es auch bei den größten digitalen Währungen. Neo schnitt mit einem Minus von 25 Prozent noch am besten ab.

Die digitale Währung Nr. 1, der Bitcoin, eröffnete das Jahr über 14.000 Dollar, schon ein gutes Stück unter dem Rekordhoch bei rund 19.700 USD. Doch ein weiterer Einbruch ließ nicht lange auf sich warten. Nur fünf Wochen später bis zum 6. Februar war Bitcoin auf knapp 6.000 Dollar gefallen, was einem Rückgang von knapp 60 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Der S&P 500 fiel während der Finanzkrise von seinem Höchststand von 1.576 im Oktober 2007 um 58%. Bitcoins Sturz vom Rekordhoch am 17. Dezember betrug aber 70 Prozent und ist damit einer der größten Rückgänge für Bitcoin seit 2010.

Hohe Verluste

Der Kursrückgang betraf aber nicht allein Bitcoin. Im ersten Quartal sank der Gesamtwert aller Kryptowährungen von 618 auf unter 300 Milliarden USD. Von den 10 größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung nach CoinMarketCap hatte kein einziger ein Gewinnerquartal. In der Tat war die beste Münze NEO, die 24,9 Prozent verlor. Bitcoin, die digitale Währung Nr. 1, war um 43,6 prozent niedriger. Cardano war der schlechteste Performer und verlor 77,7 Prozent seines Wertes (Die Zahlen basieren auf den Schlusskursen vom 28. März). Auch wenn Bitcoin deutlich verloren hat, haben die Abspaltungen wir Bitcoin Cash (WKN für ein OE-Zertifikat: VL99BC) und Bitcoin Gold wie andere digitale Währungen noch stärker abgeben müssen.

Kursziele noch realistisch?

So ist es nicht verwunderlich, dass die Kurserwartungen weit auseinander gehen. Skeptisch sind meist die Banken, weil digitale Währungen Konkurrenz bedeuten. Optimistisch sind die Begründer des Bitcoins, die Winklevoss-Zwillinge, die den Preis für Bitcoin eines Tages bei mehr als 300.000 Dollar steigen sehen. Neben ihnen hielt ein anderer bekannter Analyst, Thomas Lee von Fundstrates, an seinem Kursziel für das Jahresende fest: 25.000 Dollar.

Dagegen haben die Banken teilweise vernichtende Urteilte zum Kryptomarkt. Steve Strongin, Analyst bei Goldman Sachs sagte, es sei wahrscheinlich, dass die meisten aktuellen Kryptowährungen in fünf bis zehn Jahren nicht existierten, wenn man die aktuellen Kryptowährungen mit den Internet-Suchmaschinen vergleicht.

Auch die Deutsche Bank glaubt, dass die Bitcoin-Kurse nicht durch die Decke schießen, aber eine wichtige Funktion erfüllen. „Letztendlich ist Bitcoin ein alternatives Zahlungsmittel, das im Vergleich zum traditionellen Banking Vor- und Nachteile hat. Bitcoin wird zumindest kurzfristig eine Nische füllen“, sagte die Deutsche Bank in einem Research-Papier.

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