IOTA – Mit der DAG-Technik auf Platz 3 der größten Kryptos?

Zur Wochenmitte scheint die jüngste Erholung am Krypto-Markt bereits wieder zu verpuffen, mehrheitlich dominieren Minuszeichen. Auch IOTA kann sich der schlechten Stimmung nicht entziehen, die viel beachtete 1-Dollar-Marke rückt langsam in Reichweite. Der Newsflow kann sich hingegen weiterhin sehen lassen, aus der Forschung kommen sogar sehr bullische Einschätzungen.

 

Langsam aber stetig schmilzt der Puffer: Aktuell steht IOTA noch rund 20 Prozent über dem Tief von Anfang April, im Mai notierte der Kurs zeitweise rund 190 Prozent höher. Es dürfte somit nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Anleger wieder 1 Dollar bezahlen müssen. Ob der zweite Test in diesem Jahr erneut erfolgreich verlaufen wird, ist angesichts der Lage am Gesamtmarkt fraglich. Die Trendeinschätzung bleibt negativ, selbst gute Nachrichten werden nicht gekauft.

Quelle: Guidants

Gerade die Perspektiven im langfristigen Bereich sprechen für IOTA. Zahlreiche Projekte liegen in der Pipeline, die Partnerschaften mit Konzernen wie Bosch, Microsoft und VW sind mehr als nur ein Prestigeerfolg. Dr. Ingo Fiedler von der Universität Hamburg sieht daher noch reichlich Luft nach oben. In einem Interview gegenüber der Bundesdruckerei sieht er IOTA hinter Bitcoin und Ethereum auf Platz 3 der größten Kryptowährungen. Auf dem Bronze-Rang liegt aktuell Ripple mit einem Börsenwert von 21 Mrd. Dollar, IOTA bringt gut 3,1 Mrd. Dollar auf die Waage. „IOTA hat keine Transaktionskosten und ist deshalb sehr interessant für Micro- und Nanopayments. Transaktionen können auch offline durchgeführt werden, was sie für den Logistikmarkt spannend macht. Diese brandneue Kryptowährung ist noch nicht zu Ende entwickelt und ein Experiment, das durchaus auch scheitern kann. Ich sehe aber sehr viel Potenzial in dieser Technologie.“

Besonders die Technologie hinter IOTA, die auf einem „Directed Acyclic Graph“ (DAG) aufbaut, ist aufgrund der hohen Skalierbarkeit sehr interessant. Bei IOTA wird dieser Graph als Tangle bezeichnet, hier finden Sie alle Infos. Theoretisch wird das System mit einer steigenden Anzahl an Nutzern immer schneller und ist daher sehr gut geeignet für Anwendungsbereiche des Internet of Things. Maschinen (beispielsweise Autos) könnten eigene Wallets besitzen und selbst bezahlen – so die Vision. Ob IOTA wirklich zum Industriestandard für Transaktionen im Internet of Things wird, bleibt natürlich offen. Zweifellos stellt der Coin aber eine spannende Wette auf die Zukunft dar.

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