Gibt es bald den ersten US-Krypto-ETF?

Der US-ETF-Anbieter VanEck will einen Bitcoin-ETF in den USA auf den Markt bringen. Bisher hat die US-Aufsichtsbehörde SEC sämtliche Anträge auf Krypto-ETFs abgelehnt. Warum sollte die SEC diesmal zustimmen?

VanEck will zusammen mit SolidX, einem Anbieter von Blockchain-Software-Entwicklungen und Finanzdienstleistungen, einen ETF (Exchange Tratet Funds) auf Bitcoin auf den Markt bringen. Dieser Fonds soll die Wertentwicklung des Bitcoin annähernd 1:1 abbilden. Der Antrag hierfür liegt der SEC bereits vor. Dabei handelt es sich laut Bloomberg um einen Fonds, der physisch abgesichert ist, es werden also tatsächlich Bitcoins (hier geht es zum OE-Zertifikat) im Fonds gehalten. Das solle laut Van Eck vor einem Verlust oder Diebstahl der Kryptowährung schützen. Die SEC hat bei ETFs auf digitale Währungen bisher eine strikte Haltung eingenommen und alle Versuche hierfür abgelehnt, etwa ein Dutzend Anträge.

Nur für institutionelle Investoren

Der CEO von SolidX, Daniel Gallancy, sagte in einem Telefoninterview mit Bloomberg, dass er der Meinung sei, dass „die Regulierungsbehörden derzeit besorgt seien, einen ETF für Privatanleger zu haben“ und fügte hinzu, dass sich diese Einstellung im Laufe der Zeit ändern dürfte. Derzeit sei es aber ein guter Ausgangspunkt mit einem Produkt zu starten, das sich ausschließlich an institutionelle Investoren richtet. Sollte ihr Antrag genehmigt werden wird Bloomberg zufolge, der Kurs des Fonds rund 200.000 Dollar betragen, was deutlich höher liegt als bei herkömmlichen ETFs. Damit soll klar sein, dass der Bitcoin-ETF sich nur an institutionelle Anleger richtet. Seine Zulassung in den USA wäre für die allgemeine Akzeptanz der Kryptowährung ein bedeutender Schritt. Dafür preschen andere wichtige Akteure wie Huobi aus Singapur – die drittgrößte Kryptowährungsbörse nach Volumen – nach vorne und haben vor kurzem eigene ETFs emittiert, etwa auf einen Krypto-Marktindex, bestehend aus den Top 10 Kryptowährungen.

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