Ethereum – Schnäppchenjäger aufgepasst

Keine Frage, Ethereum zählt zu den großen Verlierern der vergangenen Wochen am Krypto-Markt. Der Chart könnte kaum schlechter aussehen, der Kurs steht auf dem tiefsten Niveau seit elf Monaten. Doch ähnlich wie bei Aktien gilt auch hier: Übertreibungen nach unten stellen gute Kaufgelegenheiten dar.

 

Token-Emissionen auf Basis der Ethereum-Blockchain waren in der zweiten Jahreshälfte 2017 heiß begehrt. Um möglichst schnell vom ICO-Hype zu profitieren, stellte die Plattform für viele Projekte die perfekte Ausgangsbasis dar. Inzwischen herrscht aber auch am ICO-Markt Katerstimmung, Berichten zufolge lassen sich viele Unternehmen ihre Ether auszahlen. Auch technisch läuft es nicht rund: Bereits seit rund vier Jahren suchen die Programmierer nach einer besseren Alternative zur energieintensiven Konsensbildung über das verwendete Proof-of-Work-Verfahren. Vier Jahre – am Krypto-Markt eine Ewigkeit.

Die Folge: Ethereum hat an Bedeutung verloren, zuletzt lag der Kurs rund 80 Prozent unter dem Rekordhoch. Bezogen auf den gesamten Krypto-Markt liegt die Gewichtung nur noch bei 15 Prozent. Anfang Februar waren es noch 22 Prozent, im Sommer vergangenen Jahres in der Spitze mehr als 30 Prozent.

Zwischenfazit: Ein Einstieg in Ethereum drängt sich nicht auf. Auch der Chart macht natürlich wenig Hoffnung, kurz- mittel- und langfristig zeigt der Trend abwärts. Nur unser Spezialindikator weckt Hoffnungen.

Unter dem Tageschart ist der Abstand des Kurses zur 21-Tage-Linie abgetragen. Anfang Februar notierte Ethereum kurzzeitig um 30 Prozent unter dem Monatsdurchschnitt (blaue Markierung). Anschließend setzte eine kräftige technische Erholung ein. Ende März war der Kurs erneut im Keller und drehte bei minus 30 Prozent wenige Tage später wieder nach oben.

Quelle: Guidants

Nach dem jüngsten Absturz wurde die 30-Prozent-Schwelle erneut getroffen. Seit zwei Tagen zieht Ethereum an, das Muster scheint sich zu wiederholen.

Was ist auf der Oberseite zu erwarten? Ähnlich wie im Februar erscheint eine Gegenbewegung von 50 Prozent im Idealfall denkbar. Der Zielbereich dürfte im Bereich des April-Tiefs liegen, hier verläuft auch der seit Mai bestehende Abwärtstrend. Danach droht der nächste Abwärtsschub. Mit einem Stopp unter dem jüngsten Tief liegt so ein starkes Chance-Risiko-Verhältnis vor. Wer antizyklisch zocken möchte, sollte aber nur Spielgeld einsetzen.

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