Bitcoin – Warnsignal beachten

Während die technische Lage bei den meisten Kryptos weiterhin nicht überzeugend ausfällt, zeigt Bitcoin wieder relative Stärke. Seit dem Tief im Juni legte der Kurs um gut 30 Prozent zu, die Marktdominanz kletterte von 36 auf 45 Prozent. Die Nummer 1 ist wieder gefragt. Allerdings gibt es auch eine unerfreuliche Entwicklung.  

 

Die schlechte Nachricht vorweg: Von einer breiten Aufwärtsbewegung am Krypto-Markt kann weiterhin nicht die Rede sein. Dazu reicht ein Blick auf die Charts oder auch die Marktkapitalisierung ohne Bitcoin. Knapp 160 Mrd. Dollar bringen die Digitalwährungen derzeit auf die Waage, ähnlich wenig wie vor vier Wochen oder im April.

Quelle: coinmarketcap.com

Wie am Aktienmarkt stellt die fehlende Marktbreite ein Warnsignal dar. Investoren am Krypto-Markt steigen derzeit nur bei der liquiden und nicht so riskanten Nummer eins ein, während die technisch meist deutlich weiterentwickelten kleineren Kryptos keine Mittelzuflüsse aufweisen. Erst wenn auch hier wieder zugegriffen wird, verdichten sich die Zeichen einer nachhaltigeren Aufwärtsbewegung.

Dennoch: Wer Bitcoin im Juni an der Unterstützung um 6000 gekauft hat, kann sich aktuell über einen Gewinn von gut 30 Prozent innerhalb von vier Wochen freuen. Der Tageschart zeigt die nächsten Hausaufgaben für die Käufer.

Mit aktuell 7700 steht der Kurs dicht unter einer Barriere, die bis knapp 8000 reicht. Wird Bitcoin darüber gekauft, reicht die Luft bis an den wichtigen Abwärtstrend (rot) bei etwa 8350. Seit Mitte Januar endete mehrere Versuche, die Gerade zu überwinden. Um so positiver wäre daher ein Anstieg darüber zu werten, technisch könnte von einem Stimmungswandel gesprochen werden. Solange der Kurs aber unter der Abwärtstrendlinie läuft, ist jede Erholung nur als Bärenmarktrally zu sehen. Kurzfristig ausgerichtete Anleger sollten daher zumindest im Bereich der 8000 über Teilgewinnmitnahmen nachdenken.

Quelle: Guidants

Scheitert hingegen der Anstieg über die 8000, besteht zunächst Korrekturpotenzial von gut zehn Prozent bis 6600/6900. Hier besteht dank der 21-Tage-Linie sowie einer Kaufzone ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für Neueinsteiger. Allerdings sollte die Position wegen des weiterhin intakten Abwärtstrends und der antizyklischen Ausrichtung eng abgesichert werden.

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