Bitcoin und Ethereum – Erholung auf breiter Front

Der Kryptomarkt konnte etwas Unterstützung gut gebrauchen. Diese kam in dieser Woche gleich doppelt – aus Europa und den USA. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Europäischen Kommission äußerten sich Krypto-freundlich. Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert das jüngste Geschehen auf dem Markt für Kryptowährungen:

„Nachdem der Bitcoin-Kurs vergangene Woche binnen 14 Stunden mehr als 1000 US-Dollar einbüßen musste, sorgen aktuell verschiedene Meldungen auf dem Markt für Kryptowährungen erneut für Wirbel. Im Fokus stehen weltweit besonders die zunehmenden Regulierungsbemühungen im Hinblick auf digitale Währungen. In diversen Schlüsselmärkten ergeben sich für Krypto-Enthusiasten daraus Erfolge und Rückschläge.

In den USA hat Präsident Donald Trump mit Elad Roisman einen neuen Kommissar für die United States Securities and Exchange Commission nominiert, der Berichten zufolge über eine deutlich kryptofreundlichere Einstellung verfügt als sein Vorgänger. Roismans Vereidigung erfolgte am 11. September, nachdem seine Nominierung bereits sechs Tage zuvor durch den Senat bestätigt wurde. Roisman könnte die Spitze zugunsten eines Bitcoin-gedeckten ETFs und anderer Krypto-Produkte anführen.“

Vizepräsident der Europäischen Kommission: „Krypto-Assets gekommen, um zu bleiben“

„In der Europäischen Union sorgte derweil ein informelles Treffen des Rats für Wirtschaft und Finanzen vom 7. bis 8. September für interessante Neuigkeiten. Im Anschluss an das Treffen, bei dem unter anderem die Wirtschafts- und Finanzminister der einzelnen Mitgliedsländer vor Ort waren, erklärte Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der Europäischen Kommission: ‚Wir sehen, dass Krypto-Assets gekommen sind, um zu bleiben. Trotz der jüngsten Turbulenzen wird dieser Markt weiter wachsen.‘

Indessen ist in Kalifornien Anfang September ein Gesetz dahingehend geändert worden, dass es auch Definitionen für Krypto-Assets umfasst. Die Gesetzesänderung könnte so den Weg hin zu einer Implementierung von Technologien mit Krypto-Bezug in dem Bundesstaat ebnen. Einen Rückschlag für Kryptowährungen bedeutet hingegen der Umstand, dass sich der Internationale Währungsfonds gegen die Pläne der Marshallinseln zur Schaffung ihrer eigenen Kryptowährung ‚Sovereign‘ ausgesprochen hat. Die größte Diskussion findet derzeit jedoch wohl in Indien statt, wo sich die Anhörung zum Handelsverbot von Kryptowährungen durch die indische Zentralbank fortsetzt – mit Chancen auf einen guten Ausgang für Krypto-Anhänger.

Quelle: etoro, eigene Recherche

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