Bitcoin – UK-Notenbankchef will Standards setzen

Isolieren, regulieren oder integrieren – diese Möglichkeiten hat der Chef der britischen Notenbank am Freitag in einer Rede herausgestellt. Er sprach sich gegen eine Ausgrenzung und für Regelsetzung aus. Es sei an der Zeit, die für Digitalwährungen geltenden Standards auf das gleiche Niveau zu bringen wie für den Rest des Finanzsystems.

Obwohl digitale Währungen aus Sicht von Carney derzeit keine Bedrohung für die Stabilität der Finanzmärkte darstellen, wies er auf ihre hohe Schwankungsanfälligkeit hin. So sei die durchschnittliche Volatilität der zehn größten Kryptowährungen im vergangenen Jahr 25-mal so hoch gewesen wie die des amerikanischen Aktienmarkts. Als zweites Beispiel zog Carney einen Vergleich zur britischen Landeswährung Pfund: Die täglichen Kursschwankungen der ältesten und bekanntesten Kryptowährung Bitcoin seien in den vergangenen fünf Jahren zehnmal so hoch gewesen wie die des Pfundes.

Wie auch einige andere Zentralbanker, sprach sich Carney dafür aus, nicht von Krypto-„Währungen“, sondern von Krypto-„Assets“ oder „Krypto-Anlagen“ zu sprechen. Der Grund dafür lautet, dass Digitalwährungen zentrale Anforerdungen, die an Geld gestellt werden, nicht erfüllen. Dazu zählen Wertstabilität und die Verwendung als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel.

Am Freitag hält sich der Bitcoin recht stabil unter 11.000 US-Dollar. Ergänzend der aktuelle Chart:

Quelle: dpa-afx, Chart: Guidants

Stand: 02.03 15:00 Uhr

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