Bitcoin – Ruhe vor dem Sturm?

Vor rund einer Woche sackte der Bitcoin innerhalb von vier Tagen um etwa 1000 Dollar ab, die Nervosität sprang deutlich an. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, der Kurs behauptet sich knapp über dem Abgrund an der 6000er-Schwelle. Die Lethargie dürfte aber nicht mehr lange anhalten.

 

Unter den Kryptowährungen wird Bitcoin oft als „Fels in der Brandung“ gesehen: Wenn die Kurse bei den Altcoins taumeln, zeigt die Nummer eins meist Relative Stärke. In den vergangenen Wochen ist die Bedeutung sogar stetig gestiegen, Bitcoin profitiere von der Schwäche bei den kleineren Währungen. Vor allem aus Ethereum wurde massiv Kapital abgezogen und wahrscheinlich in Bitcoin investiert.

Der Chart untermauert die Vermutung: Im Mai hatte Ethereum einen Marktanteil von rund 18 Prozent, Bitcoin kam auf knapp 40 Prozent. Seitdem legte das BTC-Gewicht kontinuierlich zu und steht derzeit mit 57 Prozent auf Jahreshoch, während gleichzeitig Ethereum auf weniger als zehn Prozent kommt.

Quelle: coinmarketcap

Doch auch beim Bitcoin kann sich das Blatt schnell wenden, hier steht die wichtige Unterstützung um 6000 Dollar im Fokus. Aktuell herrscht am Markt eine Pattsituation im Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären, die Schwankungsbreite ist zuletzt deutlich gesunken. Ähnlich wie am Aktienmarkt könnte sich die Lethargie als „Ruhe vor dem Sturm“ erweisen. Die 30-Tage-Vola dümpelt seit Wochen bei knapp drei Prozent, dies ist für Bitcoin eher ungewöhnlich.

Quelle: bitvol.info

Nicht selten werden enge Seitwärtsbewegungen von einer dynamischen Entwicklung abgelöst. Die unverändert hohen Short-Positionen (36.000 Short zu 26.000 Long) zeigen deutlich, dass besonders am Terminmarkt große Wetten auf einen Absturz laufen oder sich viele Akteure vor fallenden Kursen abgesichert haben.

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