Bitcoin, Ethereum, Ripple – Showdown im Juli

Ganz allmählich hellt sich die Stimmung bei den Kryptos wieder auf, einzelne Coins legen kräftig zu. Cardano und IOTA zeigten zuletzt relative Stärke, Bitcoin erholte sich ausgehend vom jüngsten Tief um mehr als 20 Prozent. Wie erhofft haben die G20-Finanzminister keine Maßnahmen zur Regulierung des Krypto-Marktes beschlossen. Spannend wird es in ein paar Monaten.

 

 

Einheitliche Vorgaben für Kryptowährungen wird es zunächst nicht geben, der Markt bleibt aber unter Beobachtung. Verschiedene Organisationen sollen zunächst Informationen sammeln, bevor im Juli das weitere Vorgehen festgelegt wird. Nach Meinung der G20-Finanziminster ist der Markt derzeit noch nicht groß genug, um die Finanzstabilität zu gefährden. Die Zahlen untermauern dies eindrucksvoll: Nach den herben Verlusten in den vergangenen Monaten liegt die gesamte Marktkapitalisierung der aktuell gut 1500 gelisteten Coins bei rund 348 Mrd. Dollar. Zur Einordnung: Amazon bringt derzeit 770 Mrd. Dollar auf die Börsenwaage, Apple als teuerster börsennotierter Konzern der Welt rund 890 Mrd. Dollar.

Welcher Trend setzt sich durch?

Von dieser Seite ist somit vorerst kein Gegenwind mehr zu erwarten. Damit rücken technische Faktoren wieder stärker in den Vordergrund. Nach wie vor bleibt der Blick Richtung Norden bei vielen Kryptowährungen durch zahlreiche Barrieren versperrt. Die Ausgangslage bei Bitcoin liefert dafür ein gutes Beispiel. Im hochaufgelösten Stundenchart seit Monatsbeginn zeigen sich zahlreiche Verkaufsbereiche, an denen in den vergangenen Tagen eine Erholung scheiterte. Die erste relevante Zone zwischen 9100 bis 9500 wurde im asiatischen Handel bereits angelaufen. Aber selbst wenn die breite Barriere überwunden wird, können Bitcoin-Fans noch nicht aufatmen.

Quelle: Guidants

Als wesentlicher Bremsfaktor ist weiterhin die seit dem Rekordhoch bestehende Abwärtstrendlinie zu sehen (rot im Tageschart). Aktuell verläuft die Gerade im Bereich der 10.000er-Marke und verstärkt die psychologische Schwelle. Erst wenn der Kurs – möglichst zum aussagekräftigen Tagesschluss – darüber notiert, eröffnet sich neuer Spielraum bis 12.000 Dollar.

Quelle: Guidants

Solange der Befreiungsschlag aus dem Abwärtstrend nicht vorliegt, haben die Pessimisten gute Karten. Allerdings halten auch die Bitcoin-Bullen noch einen Trumpf im Ärmel: Der Abverkauf im Februar wie auch vor wenigen Tagen stoppte am Jahresdurchschnitt (violette Linie im Tageschart), der nach wie vor steigend verläuft. Damit spitzt sich die Situation allmählich zu, eine Richtungsentscheidung steht in den nächsten Tag an. Entweder der langfristige Aufwärtsimpuls setzt sich durch und Bitcoin steigt über den Abwärtstrend oder die Verkäufer bleiben am Ball und drücken den Kurs unter die 250-Tage-Linie. Anleger sollten daher kurzfristig ihr Pulver trocken halten und neue Signale abwarten.

Stand: 21.03; 10.45 Uhr

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