Bitcoin, Ethereum, Ripple – Entscheidung am Wochenende?

Gold, japanischer Yen und Anleihen sind gefragt, risikoreiche Anlageklassen wie Aktien stehen unter Druck. Übertragen auf den Krypto-Markt sind die Voraussetzungen daher schlecht: Wegen der Risk-Off-Stimmung leuchten ebenfalls tiefrote Minuszeichen auf. Gerüchte um Binance verstärken das negative Bild und könnten schon bald neue Fakten schaffen.  

 

Unter den zehn größten Kryptos gibt es am Freitag keinen Gewinner. Cardano, Neo und Stellar büßen besonders deutlich ein, erneut präsentiert sich Bitcoin als Nummer eins mit relativer Stärke. Der Krypto-Markt folgt damit dem typischen Muster, das wir bereits von den Aktien kennen: Die kleinen und meist höher bewerteten Titel mit mehr Fantasie kommen in Crash-Phasen überdurchschnittlich unter die Räder.

Quelle: Wallstreet Online

Wenig hilfreich sind zudem Gerüchte, nach denen die japanische Finanzaufsicht FSA eine Verwarnung gegen die nach Handelsvolumen größte Krypto-Handelsplattform Binance ausgesprochen hat. Angeblich liegt keine Lizenz der in Hongkong ansässigen Börse für den japanischen Markt vor. Binance will mit den Behörden zusammenarbeiten, die Unsicherheit verstärkt vorerst die ohnehin negative Stimmung.

Durchschnitt auf dem Prüfstand

Wieder einmal steht dem Krypto-Markt somit ein heißes Wochenende bevor. Am vergangenen Sonntag war Bitcoin im Handelsverlauf deutlich unter die wichtige 250-Tage-Linie (violett) gefallen, holte bis zum Schluss aber die gesamten Verluste wieder auf. Je häufiger der Jahresdurchschnitt und damit auch die Unterstützung um 8000 Dollar in Anspruch genommen wird, desto größer die Gefahr eines Durchbruchs. Seit Monatsbeginn wurden Erholungen zudem immer früher verkauft, auch dies untermauert mit dem intakten Abwärtstrend (rot) die pessimistische Sichtweise.

Die Vorgaben sind daher klar: Fällt Bitcoin auf Tagesschlussbasis unter 7900 Dollar, droht ein weiterer scharfer Rücksetzer von 20 Prozent bis in den Bereich des Februar-Tiefs um 6000. Zahlreiche Altcoins haben in den vergangenen Tagen bereits frische Jahrestiefs erreicht.

Quelle: Guidants

Im eher unwahrscheinlicheren Fall einer Erholung bleibt das Potenzial limitiert. Um 9100 bis 9500 verläuft eine erste Barriere, an der Bitcoin in dieser Woche scheiterte. Darüber lauert bei 9800 der Abwärtstrend. Solange die Trendlinie nicht überwunden wird, geht die Reise abwärts.

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