Bitcoin, Ethereum, Ripple – diese Handelsmarken sind wichtig

So schnell kann sich das Blatt wenden: Noch vor rund zwei Wochen war die Stimmung am Krypto-Markt schlecht, Bitcoin kostete zeitweise 6000 Dollar und damit 70 Prozent weniger als noch Mitte Dezember. Wie am Aktienmarkt gilt aber auch bei den Coins: Je mieser das Sentiment, desto besser die Chancen für eine Erholung. Bitcoin steht wieder bei 12.000, auch die anderen Kryptowährungen legten kräftig zu. Eine wichtige Demarkationslinie ist aber noch nicht gefallen.

 

Aufatmen bei den Kryptowährungen: Ähnlich wie am Aktienmarkt ist in den vergangenen Tagen wieder frisches Risikokapital in die digitalen Coins geströmt, der Blick geht wieder nach oben. Besonders aus Asien kamen zuletzt gute Nachrichten: Nachdem in Südkorea zu Jahresbeginn noch Handelsverbote und Börsenschließungen befürchtet wurden, will die Finanzaufsichtsbehörde FSS den Handel nun sogar aktiv unterstützen. Auch die eingeführte Klarnamenpflicht für den Handel mit Kryptos ist mittelfristig betrachtet ein richtiger Schritt und macht den gesamten Markt für Investoren weniger risikoreich. Bitcoin als weiterhin größte Kryptowährung mit einem Börsenwert von 185 Mrd. Dollar profitierte zuletzt besonders kräftig. Sollte die gute Stimmung anhalten, dürfte sich daran auch wenig ändern, denn Anleger brauchen an vielen Börsen Bitcoin, um andere Coins zu kaufen.

Bitcoin: Abwärtstrend noch aktiv

Trotz der starken Aufholjagd steht die eigentliche Bewährungsprobe erst noch bevor. Der Chart zeigt dies deutlich: Bitcoin sammelte mit dem Sprung über den steilen Abwärtstrend Mitte Februar und die Zone um 11.000 Dollar einige Fleißpunkte. Noch aber ist der seit dem Rekordhoch etwas flacher verlaufende negative Trend intakt, der zusammen mit der 12.500/12.800 Dollar die wichtige Hürde auf der Oberseite darstellt. Erst wenn der Kurs diese Marke überwindet und damit das letzte Hoch vor dem Februar-Absturz, dürfte mittelfristig der Weg bis in den Rekordbereich um 18.000 bis 20.000 frei sein.

Quelle: Guidants

Auf der anderen Seite gilt: Fällt Bitcoin wieder unter 10.000 Dollar, könnten sich viele kurzfristige Zocker schnell verabschieden, Verluste von 20 Prozent bis 8000 Dollar wären zu erwarten. Kurzfristig ist der Kurs etwas heiß gelaufen, wie der Abstand von 25 Prozent zur 21-Tage-Linie (Verlauf unter dem Chart) zeigt.

Ethereum: Respekt vor der ersten Hürde

Nicht ganz so prickelnd verliefen hingegen die vergangenen Tage für die Nummer 2. Ethereum zeigte relative Schwäche gegen Bitcoin und drehte bereits an der 1000er-Hürde wieder nach unten. Damit bleibt auch der Abwärtstrend vorerst im Spiel. Erst über der runden Schwelle ändern sich die Perspektiven mit Kursziel 1200/1400 Dollar.

Quelle: Guidants

Nur geringe Risiken lauern hingegen vorerst auf der Unterseite. Die 100-Tage-Linie (orange) bildet zusammen mit dem Preisbereich bei 800 Dollar eine gute Haltezone, die Käufer anlocken sollte. Setzt auch hier keine Gegenbewegung ein, wäre ein erneuter Rücklauf bis an den langfristigen Aufwärtstrend (grüne Linie) bei derzeit 630 Dollar zu erwarten. Kurzfristig sollten Anleger bei Ethereum somit die Füße stillhalten.

Ripple: Ausbruch ohne Anschlussimpuls

Ein ähnliches Fazit lässt auch das Kursbild bei Ripple zu. Der am 10. Februar erfolgte Sprung über die Abwärtstrendlinie wurde zwar kurzzeitig gefeiert, anschließend pendelte der Coin aber nur noch seitwärts. Die enge Handelsspanne von 0,95 bis 1,20 Dollar gibt derzeit Orientierung. Ein Ausbruch  nach unten könnte eine kräftigere Korrektur von rund 30 Prozent bis in den Bereich des Jahrestiefs einläuten.

Quelle: Guidants

Hingegen ist der Blick Richtung Norden von zahlreichen Widerständen durchzogen, die zuletzt fehlende Dynamik ist daher nachvollziehbar.

Fazit: Bitcoin hinterlässt nach den kräftigen Gewinnen derzeit den besten Eindruck, dürfte aber vor einer Atempause stehen. Danach warten wichtige Schlüsselmarken auf der Oberseite. Gelingt der Sprung, sollten auch andere Coins wie Ethereum profitieren.

Stand: 21.02 /11.00 Uhr

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