Bitcoin-Dominanz nimmt kontinuierlich zu

Das Fazit für das erste Quartal fällt am Krypto-Markt denkbar schlecht aus: Bitcoin büßte um knapp 50 Prozent ein, für Ripple ging es um 75 Prozent in den Keller. Besonders im März sackten die Kurse deutlich ab, wobei Bitcoin weiter mit relativer Stärke auffällt. Die Nummer eins baute ihren Vorsprung zuletzt sogar weiter aus.

 

Am Krypto-Markt herrscht derzeit vor allem das Prinzip Hoffnung: Positive Impulse sind weiterhin Mangelware. Nach der schlechten Entwicklung in den ersten drei Monaten könnte sich mit dem Beginn des zweiten Quartals das Blatt aber wenden. In den vergangenen Jahren erwies sich der April vielfach als kleiner Turnaround-Monat für Bitcoin.

Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Nummer eins an Bedeutung gewinnt. An schwachen Tagen verliert Bitcoin weniger kräftig als viele andere größere Kryptowährungen und verzeichnet in einem freundlichen Umfeld meist überdurchschnittliche Gewinne. Die erste Grafik zeigt dies deutlich: Anfang Februar lag der Anteil des Bitcoins am gesamtem Krypto-Markt bei nur noch 35 Prozent. Ethereum als Nummer zwei war mit 20 Prozent vergleichsweise stark. Seitdem hat sich das Kräfteverhältnis deutlich verändert: Während Ethereum mit 15 Prozent Anteil spürbar an Bedeutung verloren hat, liegt Bitcoin derzeit bei 45 Prozent. Damit nähert sich die Dominanz wieder dem Durchschnitt seit Anfang 2017. Bitcoin bleibt somit der entscheidende Impulsgeber unter den Kryptowährungen.

Quelle: coinmarketcap

Die relative Stärke ändert aber nichts an der weiterhin trüben Charttechnik. Trotz der Erholung in den vergangenen zwei Tagen bleibt die Trendeinschätzung negativ. Einziger Lichtblick ist die Tatsache, dass zum Monatswechsel das Februar-Tief (Tagesschluss) bei rund 6700 Dollar gehalten hat. Allerdings auch nur im ersten Anlauf, ein zweiter Test dürfte nur eine Frage von Tagen sein.

Quelle: Guidants

Mit aktuell 7300 Dollar handelt Bitcoin zwischen der nächsten Barriere um 8000, die von der 250-Tage-Linie verstärkt wird sowie der Unterstützung um 6700. Aber selbst wenn die 8000 fallen sollte, stellt der seit dem Rekordhoch etablierte Abwärtstrend (rot) bei 9200 eine kaum zu überwindende Hürde dar. Erst darüber würde Bitcoin wohl ausreichend Fantasie für eine stärkere Erholung liefern und hätte die Chance, ein Doppeltief auszubilden.

Solange dies nicht der Fall ist, geht der Blick nach unten. Fällt der Kurs unter 6700, rückt das (Intraday-) Jahrestief bei 6000 auf die Agenda. Hier verläuft auch eine breite Unterstützungszone, die wohl ausreichend Käufer anlocken sollte.

Stand: 04.04; 10.30 Uhr

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