„Bitcoin bei 5.000 USD kaufen“

Bitcoin konnte sich in den vergangenen Tagen wieder stabilisieren und notiert aktuell wieder bei knapp 6.400 USD. Für die Einschätzung einer Trendwende ist es derzeit noch zu früh, nicht nur weil die Umsätze in Bitcoin zuletzt gesunken sind. So mancher erwartet erst bei 5.000 USD eine nachhaltige Konsolidierung…

Der Chefvolkswirt der Allianz, Mohamed El-Erian, hat zuletzt eine zumindest teilweise positive Einschätzung zu Bitcoin (hier geht es zum Zertifikat) abgegeben. Er glaubt, dass die Kryptowährung Nummer eins bald vor allem als Wertaufbewahrungsmittel gehandelt wird. Ganz überzeugend ist diese Aussage nicht, da er selber erst bei einem Preis von 5.000 US-Dollar Bitcoins kaufen würde. Ende 2017 überwog bei ihm noch die Skepsis und er bezeichnete die explodierenden Bitcoinpreise noch als „reine Spekulation“, angetrieben von Leuten, die schnell auf den Krypto-Zug aufspringen wollten. Er glaubt aber nicht an eine Rückkehr zu Preisen um 20.000 USD, doch eine Konsolidierung etwas unterhalb des aktuellen Niveaus scheint möglich.

Langfristig erwartet er, dass sich Kryptowährungen durchsetzen, allerdings vermutlich in einer anderen Form als heute. Er rechnet damit, dass in 10 bis 15 Jahre digitale Währungen zwar existieren werden, aber der öffentliche Sektor daran beteiligt sein wird. Es werde dann kein reiner Bitcoin sein. Aber die Blockchain-Technologie werde sich durchsetzen, das solle man ernst nehmen.

El-Erian glaubt auch, dass digitale Währungen „langsamer von der Masse akzeptiert werden als viele Optimisten glauben“. Der Grund liege vor allem in der Interventionsmöglichkeit der Regierungen. Die jüngsten Statistiken geben El-Erian recht und dabei ist nicht nur der Kursverfall in den vergangenen Wochen gemeint. Auch wenn sich die Kryptowährungen zuletzt wieder erholt haben und Bitcoin die Marke von 6.000 Dollar wieder zurückerobert hat, engagieren sich kaum Anleger in diesem Segment derzeit. In den vergangenen Wochen haben sich laut eToro die Umsätze in Bitcoin beruhigt. Das gilt für den direkten Handel als auch für den Handel über den Bitcoin-Future. Dort werden allerdings derzeit nur vier Prozent des globalen Bitcoin-Volumens überhaupt gehandelt.

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