Bitcoin – Ab Oktober steigt die Trefferquote

Am Krypto-Markt herrscht Katerstimmung, der Börsenwert von Ethereum liegt unter 20 Mrd. Dollar. Einziger Lichtblick bleibt Bitcoin, die Nummer eins kann bisher die wichtige Unterstützungszone um 6000 Dollar verteidigen. Doch für Entwarnung ist es noch zu früh, wie ein Blick auf die saisonalen Vorgaben zeigt.

 

August und September zählen an den Aktienmärkten zu den schwierigsten Monaten im Jahresverlauf. Es vergeht kaum ein Jahr ohne Rückschläge im Spätsommer. Anleger können das saisonale Muster clever nutzen: Wer frühzeitig ausreichend Cash aufbaut, sammelt Aktien vergleichsweise günstig ein und profitiert so bestmöglich von der meist starken Erholung im vierten Quartal.

Eine ähnliche und damit antizyklische Strategie bietet sich auch beim Bitcoin an. Auch wenn die Datenhistorie seit Oktober 2010 noch sehr kurz ist und somit keine belastbaren Auswertungen möglich sind, zeichnen sich doch erste Tendenz ab. März, August und September zählten in den vergangenen acht Jahren zu den schwachen Monaten, in denen Bitcoin häufig unter Druck stand. Der September sticht hier mit einer Durchschnittsperformance von minus vier Prozent sogar deutlich negativ hervor. Vorerst ist somit auch aus saisonaler Sicht mit Gegenwind zu rechnen, Kurse südlich der 6000er-Zone sollten für die kommenden Wochen eingeplant werden.

Quelle: Wallstreet Online, Guidants

Hält sich Bitcoin an die Vorgaben, ist mit Beginn des vierten Quartals wieder eine freundlichere Entwicklung zu erwarten. Im Oktober steigt die Gewinnwahrscheinlichkeit bereits auf gut 60 Prozent, im Durchschnitt legte der Kurs seit 2010 um knapp 40 Prozent zu. Noch besser fällt die Bilanz für November aus: Zuletzt verzeichnete Bitcoin 2011 eine negative Monatsbilanz, die mit minus 8,6 Prozent zudem recht gering ausfiel. Auch im Dezember führten bisher sehr häufig die Bullen Regie, den letzten Rücksetzer im Schlussmonat gab es 2014.

Fazit: Aufgrund der kurzen Datenhistorie liefern die saisonalen Tendenzen nur eine sehr grobe Orientierung und sollten keinesfalls als zentrales Entscheidungskriterium herangezogen werden. Vorerst bleibt der Blick am Krypto-Markt durchweg nach unten gerichtet. Ein (finaler) Ausverkauf mit Kursen deutlich unter der 6000er-Zone beim Bitcoin wäre durchaus nicht überraschend und könnte sich mittel- bis langfristig als gute Einstiegsgelegenheit erweisen. Ob dies bereits in den kommenden Wochen der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

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