Krypto-Crash – Sonderfaktoren beachten

29.11.2018 | 11:50 | | Kryptohandel | Werte: Bitcoin

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Zumindest auf Sicht von 24 Stunden fällt das Bild wieder wesentlich freundlicher aus. Die zehn größten Währungen liegen durchweg im Plus, Stellar und Cardano führen mit prozentual zweistelligen Gewinnen die Liste an. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung gibt es derzeit grob drei Klassen: Bitcoin spielt mit 75 Mrd. Dollar in einer eigenen Liga. XRP und Ethereum liegen mit knapp 13 und 16 Mrd. Dollar klar über der Schwelle von zehn Mrd. Dollar. Der Abstand zum vierten Platz fällt dennoch groß aus, Bitcoin Cash bringt derzeit nur gut drei Mrd. Dollar auf die Waage. Weiter hinten wird es daher eng, aktuell reichen lediglich 1,1 Mrd. Dollar für eine Aufnahme in die Top 10-Liste.

 

Mit dieser Ausgangslage ist zugleich klar, dass auch weiterhin der Bitcoin die Marschrichtung am Krypto-Markt vorgibt. Mit Kursen um 4400 Dollar pendelt der Preis im Bereich der nächsten Barriere, die bis 4500 reicht. Eine Rückeroberung wäre positiv, würde den mittel- bis langfristig negativen Trend aber noch nicht gefährden.

Problematisch bleibt unverändert das Umfeld. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis neue Betrügereien und Angriffe auf Börsen gemeldet werden. Die Entscheidung über Bitcoin-ETFs wird – wenn überhaupt – im ersten Quartal 2019 erwartet. Dazu kommt, dass der Preisverfall nicht wie bei anderen Gütern zu einem rückläufigen Angebot führt, sondern sogar die Rechenpower der Blockchain belastet. Die Angebotsmenge wächst sogar kontinuierlich weiter. Mit den fallenden Kursen halten sich zugleich große Investoren zurück, die Nachfrageseite schwächelt. Anders als am Aktienmarkt gibt es auch keine stabilisierend einwirkenden Institutionen wie die Notenbanken. Wie die DZ Bank in einer Studie zudem hervorhebt, kann für die Kryptowährungen keine fundamental gerechtfertigte Preisuntergrenze ermittelt werden. Diese Unterschiede zum Aktienmarkt sollten Anleger beachten und die daraus resultierenden Vor- und Nachteile berücksichtigen.

 

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