Krisen als Katalysator für Kryptowährungen?

05.03.2019 | 10:26 | | Kryptowährungen | Werte: Bitcoin

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Während an den Aktienmärkten die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Kurse zuletzt kräftig aufwärts geführt hat, herrscht bei den meisten Digitalmünzen Ruhe. Abgesehen von kurzen Sprüngen, die charttechnisch aber nicht relevant sind, arbeiten die größeren Coins an einer Bodenbildung.

 

Interessant ist eine Studie der DZ Bank, bei der die Kursveränderungen des Bitcoin auf größere ökonomische und politische Ereignisse untersucht wurden. Unter den erstgenannten werden die Sorgen um eine harte Landung von Chinas Wirtschaft (Mitte 2015 und Anfang 2016) und die US-Ökonomie (Anfang und Ende 2018) sowie die Freigabe des Euro-Franken-Wechselkurses im Januar 2015 subsumiert. Zur zweiten Kategorie zählen das EU-Referendum in Großbritannien (Juni 2016) sowie die Präsidentschaftswahlen in den USA (November 2016) und Frankreich (Frühjahr 2017).


Während bei den ökonomisch bedingten Turbulenzen keine klare Stoßrichtung des Bitcoin-Kurses zu erkennen ist, wurden die politischen Großereignisse von einer teils deutlichen Aufwertung der Kryptowährung begleitet. So lag der Bitcoin-Kurs zwei Monate nach dem Ereignis in allen drei untersuchten Fällen mindestens 30% oberhalb des Niveaus, das einen Monat vor der Abstimmung zu beobachten war. Zwar dürften Anhänger von Bitcoin & Co. hierin die Bestätigung ihrer Ansicht sehen, dass die von staatlichen Institutionen – egal ob nun Regierungen oder Zentralbanken – induzierte (politische) Unsicherheit den Weg hin zur allgemeinen Akzeptanz von Kryptowährungen ebnet. Angesichts der Schwächen und Unzulänglichkeiten, mit denen Kryptowährungen selbst weiterhin behaftet sind, darf jedoch bezweifelt werden, dass diese Akzeptanz auf absehbare Zeit Realität werden kann.


Einen Hoffnungsschimmer gibt es derzeit für die Kryptowährungs-Szene dennoch. So steht mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union in den nächsten Wochen oder Monaten ein politisches Großereignis auf der Agenda. Geht es nach den Erfahrungen der letzten Jahre, sollte der Bitcoin dieses Event mit Kursgewinnen begleiten.

 

Quelle: DZ Bank

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