BITCOIN – VERGLEICH ZU MICKYMAUS-HEFT NUMMER 1

09.11.2017 | 07:00 | | Kryptohandel | Werte: Bitcoin

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Der Kursanstieg des Bitcoin ist so astronomisch groß, dass man ihn langfristig nur mit einem logarithmischen Maßstab sinnvoll darstellen kann (siehe erste Grafik). Kostete ein Bitcoin 2011 noch wenige Euro, sind es heute um die 6.000 bis 7.000 Euro. Das ist prozentual ein Anstieg in der Größenordnung von rund 200.000 Prozent. Allein in diesem Jahr hat sich der Preis noch einmal versechsfacht. (siehe Chart unten mit gewohnter Skala). Bitcoin11-17 Als Währung ist ein Bitcoin mit solchen Veränderungen ein Unding. Oder möchten Sie zum Beispiel einen Kredit in Bitcoin aufnehmen, bei dem sie nach ein paar Monaten das Sechsfache in sonstigen Währungen – in denen Sie zum Beispiel ihr Gehalt kassieren – zurückzahlen müssen? Als Spekulationsobjekt taugt der Bitcoin indes prima, wie man sich leicht ausrechnen kann. Bitcoin17 Nur wie sieht es mit der Zukunft des Bitcoin aus, wenn es um die praktische Anwendung geht. Der „Tages-Anzeigers“ wirft einen spannenden Aspekt auf: den Energiehunger der neuen Superwährung. Zitat: „Anders als konventionelle Währungen werden Bitcoin nicht von Banken in Umlauf gebracht, sondern müssen von sogenannten Mineuren geschürft werden. Dazu müssen die Mineure mit Computern extrem komplexe Rechenaufgaben lösen, die den Erhalt des dezentralen Währungssystems garantieren. Diese Aufgaben erfordern sehr viel Rechenleistung. Doch der Aufwand lohnt sich: Professionelle Mineure investieren Millionen in potente Hardware, um Bitcoin zu schürfen. Und mit dem rasanten Anstieg des Bitcoin-Kurses schiesst auch die Menge an Strom in die Höhe, die Mineure in ihre Arbeit investieren können, ohne dabei Verluste zu schreiben.“ Wir können die energetische Dimension nicht überprüfen, aber wenn sie stimmen, ist dieser Stromverbrauch aberwitzig. Der Autor des Artikels, Philippe Stalder, zitiert den Kryptoanalysten Alex de Vries, der den jährlichen Energieverbrauch der oben genannten „Mineure“ auf 24 Terawattstunden schätzt, was etwa dem jährlichen Energieverbrauch von Nigeria entspricht, einem Land mit immerhin 186 Millionen Einwohnern. Hört sich das eher theoretisch an, verblüfft eine andere Darstellung: bei rund 300.000 Bitcoin-Transaktionen, die täglich getätigt werden, verbraucht jede einzelne so viel Strom wie ein ganzes Einfamilienhaus in einer Woche. Im Vergleich zu herkömmlichen digitalen Zahlungssystemen benötigt Bitcoin pro Transaktion 45-mal so viel Energie. So etwas lohnt natürlich nur bei den oben genannten astronomischen Preisen. Und zu diesem Aspekt passt dann auch die in meiner letzten Mail zum Thema zitierte Meinung des für Zahlungssysteme zuständigen Vorstands der Deutschen Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele (Jahrgang 1953): „Derzeit sind Bitcoins hauptsächlich Spekulationsobjekt mit einer geringen Bedeutung im Zahlungsverkehr. Während weltweit lediglich 350 Tausend Bitcoin-Transaktionen abgewickelt werden, werden allein in Deutschland mehr als 75 Millionen unbare Zahlungen pro Tag verarbeitet.“ Wenn das die Relation ist, könnten dann wohl bei einer Umstellung auf Bitcoin alle Kraftwerke dieser Erde nur noch für den Zahlungsverkehr arbeiten. Micky Bitcoin-Liebhabern verweisen an dieser Stelle auf die raketenartige Performance der Kryptos. Aber das gilt auch für seltene Micky-Maus-Heftchen. Das erste Heft kostete 1951 am Kiosk schlappe 75 Pfennige. Zugegeben bis zu den heute gebotenen 4.444 Euro ist das nicht die Zuwachsrate der Bitcoins, aber auch eine Performance, die sich mit fast allen Aktien im gleichen Zeitraum messen kann. Doch wer käme schon auf die Idee, aus Micky-Maus-Heften eine neue Währung zu machen? Quelle: Gastautor, eigene Recherche

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Details zu Bitcoin (BTC) zu EUR

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