Bitcoin – Rückschlagpotenzial noch nicht ausgeschöpft

09.03.2018 | 10:39 | | Kryptohandel | Werte: Ethereum

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Schlechter könnte die Stimmung am Krypto-Markt derzeit kaum sein: In Japan wurden zwei kleine Handelsplätze wegen Betrugsvorwürfen geschlossen, Ethereum ist unter den langfristigen Aufwärtstrend gefallen und Neo testet bereits das Februar-Tief. Dazu kommen der Angriff auf die große Tradingplattform Binance sowie die Ankündigung der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC, die Kryptobörsen künftig einer strengeren Regulierung zu unterziehen. Die zehn größten Kryptowährungen stehen auf Wochensicht um 15 bis 35 Prozent tiefer. Wichtige Unterstützungen wurden unterschritten, auch am Wochenende dürfte der Blick nach unten gerichtet bleiben.

In der gestrigen Analyse hatten wir auf die Bedeutung der wichtigen Unterstützung bei 9100/9500 im Bitcoin-Chart hingewiesen. Der Rücklauf an das Tief von Ende Februar wurde vom Markt aber nicht als Kaufgelegenheit wahrgenommen, wie befürchtet setzte sich der intakte Abwärtstrend durch. Charttechnisch ist dies besonders negativ, da mit dem jüngsten Verlusten auch ein Doppel-Top abgeschlossen wurde. Abgeleitet aus der Höhe der Formation von rund 25 Prozent errechnet sich ein theoretisches Kursziel von rund 7000 Dollar. In dem Bereich endete für die Nummer eins unter den Kryptowährungen auch der Abverkauf Anfang Februar, wobei intraday kurzzeitig sogar Kurse von 6000 Dollar aufgerufen wurden.
Nüchtern betrachtet hat Bitcoin somit noch Luft auf der Unterseite, ehe eine Erholung einsetzen sollte. Bleiben neue Hiobsmeldungen aus, besteht zumindest die Hoffnung, dass bereits im Dunstfeld der 8000er-Schwelle eine Stabilisierung einsetzt. Hier verlaufen eine horizontale Kaufzone und der 250-Tage-Durchschnitt (violett), an dem bereits die Korrektur im Februar auslief. Zudem notiert Bitcoin mit minus 17 Prozent bereits deutlich unter seiner 21-Tage-Linie (Verlauf unter dem Chart). Ähnlich überverkaufte Zustände waren in den vergangenen Monaten häufig vor einer Erholung zu beobachten. Fazit: Schnäppchenjäger mit guten Nerven legen sich knapp oberhalb von 8000 auf die Lauer. Wer weniger Risiko eingehen möchte, wartet mindestens einen Tagesschluss nördlich der Barriere von 9500 ab. Allerdings sollten die Trades nur kurzfristig im Markt bleiben. Solange der Abwärtstrend intakt bleibt, geht die Reise mittelfristig eher nach unten. Stand: 09.03, 10.30 Uhr    

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