Bitcoin-Rally: Nur wegen Paypal?

16.11.2020 | 15:52 | | Kryptowährungen

Bei Kursgewinnen von 150 Prozent seit Jahresbeginn verwundert es nicht, dass zunehmend mehr Anleger wieder auf den Bitcoin schauen und ebenfalls ihr Glück versuchen. Doch der Blick auf den Kursverlauf zeigt unmissverständlich, dass erst seit rund vier Wochen wieder die Bullen das Zepter führen. Erst im März war der Kurs noch um die Hälfte eingebrochen, Bitcoin als vermeintlich sicherer Hafen in Krisenzeiten scheiterte kläglich. Bis weit in den Oktober dümpelte der Preis um die runde 10.000er-Schwelle, erst seit der Monatsmitte geht es wieder kräftig nach oben.

Besonders die Meldung von Paypal, künftig sein riesiges Netzwerk auch für bestimmte Münzen zu öffnen, entfachte neue Fantasie. US-Kunden können Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin in ihre Wallets aufnehmen. Ab Anfang 2021 soll es möglich sein, mit den Kryptowährungen an den 26 Millionen Verkaufsstellen des Paypal-Netzwerkes zu bezahlen. Weltweit hat der Zahlungsdienst rund 350 Millionen aktive Kunden – ein gigantischer Markt.

Zudem wird Bitcoin auch immer wieder als vermeintlicher Schutz vor Inflation gespielt. Die Ängste sind nachvollziehbar: Wegen der beispiellosen Liquiditätsflut durch Notenbanken und Regierungen befürchten viele Anleger kräftig anziehende Teuerungsraten in der Zukunft, sobald die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Gerade in Ländern mit einer hohen Inflation weichen zunehmend mehr Menschen auf Kryptowährungen als Alternativwährung aus. Anders als Euro, Dollar und andere Devisen ist der Bitcoin auf eine Stückzahl von maximal 21 Millionen begrenzt. Zugleich wirkt das im Mai erfolgte dritte Halving positiv, weil so das Angebot halbiert wurde. Nach dem ersten und zweiten Halving setzte Bitcoin jeweils zu einer scharfen Rally an, wie ein Blick in den Rückspiegel zeigt.

Selbst professionelle Investoren entdecken zunehmend den Bitcoin als Beimischung. Vermögensverwalter wie Grayscale verzeichnen erhebliche Zuflüsse und halten Rekordbestände. Fidelity Investments empfiehlt seinen Kunden einen Krypto-Anteil am Gesamtvermögen von ein bis fünf Prozent. Sollten nur einige Kunden diesem Ratschlag folgen, würde dies den Preis massiv befeuern. Denn im Vergleich zu anderen Anlageklassen ist der Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 330 Mrd. Dollar ein Fliegengewicht. Aktien wie Apple und Amazon bringen das Vierfache auf die Waage.  

Fazit: Auch wenn die laufende Rally dank Paypal besser untermauert scheint als frühre Aufwärtsphasen, sollten Anleger sehr vorsichtig sein. Starke Schwankungen sind jederzeit zu erwarten, bereits mit kleinen Summen kann der Bitcoin bewegt werden. Korrekturen von 20 oder 30 Prozent sind nichts Besonderes. Gerade im Dunstkreis der fast erreichten Rekordschwelle ist mit Rückschlägen zu rechnen - zumindest im ersten Anlauf. 

Kryptowährungen News

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18.11.2020 | 18:00 | Benjamin Feingold
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