Bitcoin-Lethargie: Erinnerungen werden wach

25.01.2019 | 10:59 | | Kryptowährungen | Werte: Bitcoin

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Noch vor wenigen Wochen waren prozentual zweistellige Bewegungen im Wochenvergleich bei nahezu allen Digitalwährungen die Regel. Inzwischen sieht die Lage ganz anders aus, auf Sicht von sieben Tagen liegen die maximalen Ausschläge der zehn größten Münzen bei minus 5,8 und plus 6,8 Prozent. Noch ruhiger präsentiert sich der Bitcoin. Die Folge: Das Interesse schwindet, gegenüber dem Vortag blieb das Handelsvolumen bei schwachen fünf Mrd. Dollar. Am breiten Markt sieht es nicht anders aus, der Umsatz liegt bei weniger als 15 Mrd. Dollar.

 

Diese Ruhe ist aber nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. Ab Anfang September vergangenen Jahres dümpelte der Preis über zwei Monate in einer sehr engen Spanne. Mitte November baute sich dann der Spannungsaufbau mit dem dynamischen Absturz nach unten ab. Ähnlich wie am Aktienmarkt drängt sich hier der Vergleich mit einer Feder auf. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem der Widerstand zu groß wird und die Feder springt in eine Richtung. Auch beim Bitcoin steigt die Wahrscheinlichkeit für einen kräftigen Sprung, je länger und enger die Seitwärtsbewegung anhält. Die spannende Frage lautet nur, ob der Kurs den Weg nach oben oder unten einschlagen wird. Da der übergeordnete Trend unverändert abwärts zeigt, halten die Pessimisten die etwas besseren Karten in der Hand.

 

Quelle: tradingview

 

Alternativ kommt es bereits in den nächsten Tagen zu einer größeren Bewegung, so wie zuletzt am 10. Januar. Etwa zwölf Prozent unter dem aktuellen Niveau liegt das Tief von Mitte Dezember. Hier dürften einige Schnäppchenjäger zugreifen und auf ein mögliches Doppel-Tief wetten. Ein erfolgreicher Test würde berechtigte Hoffnungen für einen tragfähigen Boden aufkommen lassen. Möglicherweise dauert die Ruhephase aber auch noch einige Wochen an. Der nächste wichtige Termin ist erst Ende Februar, wenn die SEC über die Zulassung eines Bitcoin-ETFs entscheidet.

 

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