Bitcoin - greift erneut das 21-Tage-Phänomen?

03.07.2019 | 09:03 | | Kryptowährungen | Werte: Bitcoin

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Nach der langen Talfahrt mit Verlusten von gut 80 Prozent zeigt die Nummer eins unter den Kryptowährungen seit dem Jahreswechsel ein beeindruckendes Comeback. In der Spitze sprang der Kurs um mehr als 300 Prozent an und notierte mit knapp 14.000 Dollar so hoch wie seit Januar 2018 nicht mehr.

 

Gier als Warnsignal

 

Zuletzt meldeten sich verstärkt Bitcoin-Bullen mit Kurszielen deutlich über der Rekordmarke bei rund 20.000 Dollar zu Wort. Stimmungsindikatoren wie der Fear & Greed-Index signalisierten Ende Juni eine extreme Gier und mahnten zur Vorsicht. Seit einigen Tagen läuft die überfällige Konsolidierung, ähnlich wie die vorherige Rally rauschen die Kurse dynamisch abwärts. Für Panik besteht aber kein Grund, bisher hat die Korrektur kaum Schaden angerichtet.

 

Fortsetzung der Serie

 

Eine Schlüsselzone verläuft um 9500/10.000: Neben einigen Wendepunkten aus dem Vorjahr verläuft hier der sehr steile, seit dem Frühjahr bestehende Aufwärtstrend. Verstärkt wird der Bereich durch die 21-Tage-Linie (schwarz). Ausgehend vom Jahrestief kam es immer wieder zu kräftigen Kurssprüngen, anschließend konsolidierte der Bitcoin jeweils zurück bis an seinen Monatsdurchschnitt (Kreise). Hier endete bisher jede Korrektur, die Linie erwies sich als Sprungbrett für die nächste Rally. An der nun wieder erreichten, psychologisch wichtigen 10.000er-Schwelle könnte sich das Kursverhalten daher wiederholen.

 

Quelle: etoro

Weichenstellung voraus

Saisonal gesehen sind die Aussichten bis Oktober eher durchwachsen. Ähnlich wie die Aktienmärkte neigt auch der Bitcoin in den Spätsommermonaten eher zur Schwäche. Dem steht die wieder deutlich anziehende 200-Tage-Linie (violett) entgegen. Unser Hauptszenario ist daher klar: Gelingt um 9500/10.000 die Bodenbildung, dürfte anschließend der Rücklauf an das Jahreshoch um 13.500/14.000 starten. Darüber verläuft das nächste Orientierungsziel bei 17.500. Fällt Bitcoin im unwahrscheinlicheren Fall unter 9200, ist erst wieder bei 7500/8000 mit verstärkter Nachfrage zu rechnen. Wichtig zu wissen: Gerade beim Bitcoin sollten Anleger auf Grund der enormen Schwankungsfreudigkeit die Kursschwellen nicht genau beachten, Fehlsignale sind jederzeit möglich.  

 

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