Bitcoin – Goldman Sachs bringt sich in Stellung

28.02.2018 | 09:00 | | Kryptohandel | Werte: Stellar

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Antizyklisches Handeln steht häufig konträr zu den Analystenempfehlungen aus dem Hause Goldman Sachs. Auch wir haben schon mehrfach mit vielen Einzelwerten am Aktienmarkt gezeigt wie vorteilhaft es sein kann, die Informationen und Ratschläge der Amerikaner als Kontraindikator zu verwenden. Bei den Kryptowährungen scheint die Regel auch zu greifen: Anfang Februar warnte Goldman-Experte Steve Strongin vor einen Totalverlust bei den digitalen Coins und zog Parallelen zur Dotcom-Blase. Von den aktuell mehr als 1500 Kryptowährungen werden längst nicht alle überleben, daran besteht kein Zweifel. Nur wenige Coins weisen schon jetzt einen praktischen Nutzen auf. Die Frage lautet daher: Welche Coins werden ähnlich durchstarten wie Amazon, Facebook und Alphabet? Nur eine Handvoll von Überlebenden dürfte längerfristig viel Freude bereiten, ähnlich wie am Aktienmarkt. Welche Kryptowährungen sich wirklich durchsetzen, ist heute noch nicht abzusehen. Möglicherweise wird der digitale Coin gerade erst entwickelt. Auch bei Goldman steht natürlich keine Glaskugel auf dem Tisch. Um dennoch vom Hype zu profitieren, hat man sich zuletzt offenbar verstärkt mit den größten Kryptobörsen beschäftigt. Offenbar mit Erfolg: Das Startup Circle, ein von Goldman Sachs gefördertes Unternehmen, kauft Poloniex. Neben Bitfinex und Bittrex zählt Poloniex zu den größten Handelsplattformen. Der Deal soll sich auf rund 400 Mio. Dollar belaufen und dürfte die verschiedenen Geschäftszweige von Circle perfekt ergänzen. Ziel ist es, Kunden nicht nur den Handel mit Kryptowährungen anzubieten, sondern auch Tokens für andere Dienstleistungen wie Immobilien und Kredite. Die Stimmung am Markt hellt sich somit weiter auf, besonders Bitcoin zeigte zuletzt relative Stärke. In den vergangenen vier Wochen legte der Marktanteil von 33 auf rund 40 Prozent zu. Seit dem Tief am Wochenende kletterte Bitcoin um rund 15 Prozent und testete zuletzt wieder die 11.000er-Schwelle. Auch Neo und Eos rücken spürbar vor, während Litecoin im Rückwärtsgang bleibt und neben Ripple und Bitcoincash zu den größten Verlierern auf Wochensicht zählt.

Stand: 27.02; 15.40 Uhr

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