Bitcoin, Ethereum, XRP – sind die Kurse zu schnell gestiegen?

15.05.2019 | 12:06 | | Kryptowährungen | Werte: Bitcoin

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Auf den schmerzhaften Niedergang im vergangenen Jahr könnte nun ein Krypto-Sommer folgen. Doch gerade wegen der scharfen Rally sind auch viele Anleger skeptisch und wittern eine Bullenfalle. Fundamentale Neuigkeiten, die den Kursanstieg rechtfertigen, sind eher Mangelware.

 

 

Vor allem das leidige Dauerthema, wann endlich börsengehandelte Fonds auf den Bitcoin zur Verfügung stehen, lässt Zweifel an der Nachhaltigkeit der Rally aufkommen. Die Fantasie dahinter ist einleuchtend: Mit der Einführung von börsengehandelten ETFs könnten Investoren über ein bekanntes und „sicheres“ Produkt in den Markt einsteigen, es wäre eine Art Vertrauensbeweis von den Zulassungsbehörden. Eng damit verknüpft ist die Hoffnung, dass viel Kapital in den vergleichsweise kleinen Krypto-Markt fließen könnte. Kräftig steigende Kurse wären zu erwarten.

 

Gerade die mangelnde Regulierung, die hohe Unsicherheit und meist sehr geringe Liquidität schreckten bisher vor allem große Investoren ab. Daran wird sich aber vorerst wenig ändern, die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre Entscheidung hinsichtlich einer Zulassung von börsengehandelten Fonds für BTC erneut verschoben. Der Prozess dauert inzwischen seit rund 1,5 Jahren an, eine Ansage ist nun frühestens in 45 Tagen zu erwarten.

 

Trotzdem bleibt die Stimmung gut, grüne Vorzeichen dominieren weiterhin die Performance-Übersicht. Relative Stärke zeigen derzeit XRP mit rund 45 Prozent im Wochenvergleich. Überdurchschnitt gefragt bleiben zudem Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Cardano sowie Iota. Selbst auf Sicht von 180 Tagen liegen immer mehr Kryptos im Plus.

 

Quelle: worldcoinindex

 

Richtig ist aber auch: Die Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Konsolidierung nimmt zu, je weiter die Kurse ohne Atempause steigen. Gewinne von 60 Prozent über einen Zeitraum von 30 Tagen sind auch beim Bitcoin zumindest in normalen Phasen die Ausnahme.

 

Abgesehen von der außergewöhnlichen Rally zwischen Mitte bis Ende 2017 folgten auf ähnlich kräftige Anstiege meist Rücksetzer. Die Korrektur erwies sich aber jeweils nur als Pause, anschließend setzte sich der Aufwärtsimpuls wieder fort (2015 und 2016). Auch im Frühjahr und Sommer 2017 kam es zu kurzen und schmerzhaften Korrekturen, rückblickend waren dies gute Nachkaufgelegenheit.

 

Quelle: OddStats via Twitter

 

Wer jetzt noch nicht investiert ist, sollte daher Ruhe bewahren und auf eine Atempause warten. Rücksetzer sind nur eine Frage der Zeit. Alternativ bietet es sich an, zunächst mit kleinen Beträgen einzusteigen und die Position in Schwächephasen auszubauen.

 

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