Bitcoin – der Countdown läuft

18.09.2019 | 10:44 | | Kryptowährungen | Werte: Bitcoin

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So mancher Krypto-Anleger fragt sich derzeit, ob die Kursaktualisierung noch stimmt. Seit einigen Tagen pendelt der Bitcoin in einer Spanne von weniger als 400 Dollar, die Schwankungen nehmen ab. Mit dem 23. September könnte die Lethargie aber vorbei sein, auch aus charttechnischer Sicht ist bald mit einer Weichenstellung zu rechnen. Kräftige Mittelzuflüsse verzeichnen schon jetzt die größeren Altcoins, erstmals seit einigen Monaten sinkt die Bitcoin-Marktdominanz. Trader bringen sich über die breite Produktpalette von Vontobel oder direkt über etoro in Position.

 

In der Vergangenheit kritisierten Bitcoin-Gegner immer wieder die hohe Volatilität. Aufgrund der starken Schwankungen würde sich Kryptowährungen nicht als Wertaufbewahrungsmittel durchsetzen, so die Argumentation. Trader kamen hingegen voll auf ihre Kosten, prozentual zweistellige Bewegungen am Tag waren eher die Regel. Seit Ende Juni präsentiert sich zumindest der Bitcoin vergleichsweise ruhig, die Volatilität über 60 Tage gerechnet sackte zuletzt kräftig ab und liegt auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Mai.

 

Quelle: https://bitvol.info/

 

Abwärts gerichtet ist auch der Trend bei Google, wenn als Suchbegriff „Bitcoin“ eingegeben wird. Mit der Preisrally im Frühjahr kletterte das Stimmungsbarometer kurzzeitig auf den Maximalwert von 100. Aktuell steht der Index mit 32 auf einen vergleichbaren Niveau wie Ende April.

 

Quelle: Google

Einziger Unterschied: Damals bezahlten Anleger rund 5500 Dollar für den Bitcoin, aktuell sind es 10.200. Trotz dieser starken Performance hat das Interesse somit deutlich nachgelassen – aus Sicht der Sentimentanalyse eine gute Entwicklung, die Luft nach oben lässt.

 

Ergänzend dazu der Blick auf den Kursverlauf. Seit Ende Juni werden Preiserholungen immer früher zum Verkauf genutzt, der Tageschart zeigt eine Serie fallender Hochpunkte. Dies ist grundsätzlich negativ zu sehen. Bisher bleibt der Schaden aber überschaubar, denn um 9000/9500 dominiert eine stabile Nachfrage. Unter dem Strich liegt somit ein absteigendes Dreieck vor. Je weiter der Kurs aber in die Spitze läuft, desto geringer die Aussagekraft bei einem Ausbruch. Die Handelsmarken sind ebenfalls klar: Unter 9000 leuchtet die charttechnische Ampel rot, Kurse über 11.000 würden hingegen neue Fantasie bis mindestens in den Bereich des Jahreshochs um 13.000 auslösen.

 

Quelle: etoro

Die Spannung steigt

 

Zwei Faktoren gilt es nun zu beachten. Am 23. September soll der Start der Handelsplattform Bakkt erfolgen. Die Bitcoin-Futures der Bakkt könnten vor allem von institutionellen Investoren nachgefragt werden und so den Preis beeinflussen. Anders als bei den Future-Kontrakten an der Chicagoer Börsen Chicago Mercantile Exchange und der Chicago Board Options Exchange werden diese auf Bakkt physisch abgewickelt, d.h. nach Ablauf des Kontrakt erhalten Investoren Bitcoins vom Bakkt Warehouse.

 

Zudem läuft allmählich die saisonal schwache Phase im Spätsommer aus. In der kurzen Datenhistorie des Bitcoins kam es häufig im August und September zu einer Konsolidierung, mit dem Monatswechsel September/Oktober wurde nicht selten ein Boden ausgebildet. Ähnlich wie an den Aktienmärkten setzte im vierten Quartal meist eine Jahresendrally ein.

 

Ether und XRP springen an

 

Passend dazu nimmt schon jetzt die Risikobereitschaft bei den spekulativeren Altcoins zu. Auch wenn hier noch keine Trendwende ausgerufen werden kann, sinkt seit einigen Tagen die Marktdominanz des Bitcoins, während größere Altcoins eine Outperformance zeigen.

Quelle: coinmarketcap

Ether rückte seit Monatsbeginn um 30 Prozent vor und steht erstmals seit Mitte August wieder deutlich über der 200er-Marke. XRP legte in den vergangenen drei Tagen um rund 20 Prozent zu. Ähnliche Entwicklungen sind auch bei anderen Münzen wie Iota, Tron und Stellar zu beobachten. Wir könnten somit aktuell die Ruhe vor dem Sturm sehen.

 

 

 

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