Ist es an der Zeit, aus dem Kryptomarkt auszusteigen?

Allgemein

Kryptowährungen befinden sich in aller Munde. Die Kurse von Bitcoin, Ethereum und Co. bieten mit ihren teils großen Schwankungen immer wieder großen Gesprächsstoff am Finanzmarkt und außerhalb dessen. Doch lohnt sich ein Investment noch immer oder platzt die viel zitierte Blase bald tatsächlich?

Spannende Entwicklung der Kryptowährungen

Mit dem Bitcoin wurde zwar schon 2009 erstmals eine Kryptowährung veröffentlicht, fristete jedoch lange Zeit seines Daseins in den Untiefen des Internets und war nur wahren Insidern ein Begriff. Im Jahr 2017 änderte sich dies entscheidend. Der Kurs erlebte einen Rekordanstieg, der Mitte Dezember seinen Höhepunkt fand. Mitgezogen wurden viele andere Kryptowährungen, die sich im Schatten des Marktführers entwickelt hatten, darunter etwa Ethereum, Litecoin und Co. Doch der Rekord-Aufschwung hielt nicht allzu lange an, denn Ende Dezember bis Mitte Januar bewegten sich die meisten Kurse ebenso schnell wieder in den Keller. Es handelt sich um ein charakteristisches Verhalten von Kryptowährungen, deren Schwankungen so hoch sind wie sonst im Grunde bei keinen anderen Spekulationsobjekten.

Klar wird somit einerseits, dass mit einem Investment stets ein gewisses Risiko verbunden ist. Andererseits boten die Kursentwicklungen bisher auch Möglichkeiten, die es anderswo nicht in dieser Form und Größe gibt. Wer etwa vor zwei Jahren schon in Bitcoin investiert hatte, könnte mittlerweile längst deutlich mehr Geld auf dem Konto haben als zuvor. Immer wieder warnen verschiedene Experten jedoch auch davor, dass die Kryptoblase irgendwann in der Zukunft platzen könnte. Ist dem wirklich so und was spricht überhaupt dafür sowie dagegen?

Parallelen zur Dotcom-Blase gerechtfertigt?

Erwähnte Experten auf der Wirtschafts- und Finanzbranche bringen vor allem oft die Dotcom-Blase ins Spiel, deren Platzen in den 90-er Jahren für große Aufmerksamkeit sorgte und vergleichen sie mit dem Bitcoin-Hype, der seit vergangenem Jahr vorherrscht. Der Markt könne laut ihnen jederzeit zusammenbrechen und die Investoren mit leeren Händen und einer potentiell überhaupt nicht mehr existenten Währung zurücklassen. In der Dotcom-Blase geschah nach der langfristigen Entwicklung im März 2000 schließlich ähnliches. Es handelte sich um ein weltweites Phänomen, das zu großen Vermögensverlusten von Kleinanlegern führte, da diese in Industrieländern in Dotcom-Unternehmen der New Economy investierten und hier stark enttäuscht wurden. Allerdings waren vor allem auf dem von der Deutschen Börse hier eingerichteten Neuen Markt viele kriminelle Unternehmen notiert, die sich letztlich als wenig zukunftsweisend herausstellten. Andererseits stehen bei den Kryptowährungen auch frappierende Unterschiede im Raum. Der markanteste von ihnen ist die hohe Massentauglichkeit, die ein Investment für viele Privatpersonen lohnend erscheinen lässt. Jeder mit etwas investierbarem Kapital, einem Internetanschluss und viel Geduld kann sich von der eigenen Couch an ein Investment heranwagen. Bisher war eine Investition in Kryptowährungen vergleichbar mit einem Spielzug, bei dem nicht abzusehen ist, wie hoch die Gewinnchancen wirklich sind. Ähnlich müssen daher auch die Strategien in Punkto Schadensbegrenzung sein. In der Tat kann man auch als Anleger in Kryptos viel von der Glücksspielbranche lernen. Wie bei einem Goldrausch hat die bisweilen rasante Kursentwicklung des Kryptogeldes viele zweifelhafte Anbieter auf den Plan gerufen, da braucht es auch vonseiten der Anleger eine gehörige Portion Realitätssinn, um sich nicht allzu sehr verlocken zu lassen und sein logisches Denkvermögen nicht angesichts von hohen Kursgewinnen vernebeln zu lassen.    

Bei den Kryptowährungen gibt es im Unterschied zu vergleichbaren Spekulationsobjekten des Weiteren keine großartigen Regulierungen in den meisten Ländern. Der Handel ohne Mittelsmann in Form von Regierung oder Bank ist ein wichtiges Argument für viele Fans von Bitcoin und Co. Sobald die Währungen in allen ihren Details bekannt sind, kann sich ein Investment besonders lohnen. Das Internet ist mit seinen vielseitigen Anleitungen eine besonders wertvolle Ressource. Da ein Verschwinden der Kryptowährungen in näherer Zukunft praktisch auszuschließen ist, muss ein Ausstieg kein Thema sein. Allerdings sind aktuelle Informationen entscheidend, um Verluste zu vermeiden.

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