Ripple – starke News aus Asien

Nahezu alle Kryptowährungen befinden sich derzeit wieder im Aufwind, die Erholung ausgehend vom Monatstief am 6. Februar fällt aber unterschiedlich kräftig aus. Während sich die Aufschläge bei den beiden größten digitalen Münzen, Bitcoin und Ethereum, auf rund 55 Prozent belaufen, verteuerte sich Ripple dank neuer Partnerschaften sogar um gut 80 Prozent. Allerdings war auch der vorherige Absturz vom Hoch mit mehr als 80 Prozent wesentlich kräftiger. Der Vergleich zeigt: Ripple ist ein besonders heißes Eisen unter den größten Kryptowährungen.

 

 

Deutlich über 1000 Coins buhlen derzeit um die Gunst der Anleger, aber nur wenige digitale Münzen werden bereits in Kooperationen gezielt eingesetzt. Zu den Ausnahmen zählt Ripple, die Liste der Partnerschaften kann sich durchaus sehen lassen: UBS, UniCredit, Bank of America Merrill Lynch und Santander Bank. Inzwischen ist RippleNet mit über 100 Finanzinstituten Kooperationen eingegangen. Kein Wunder, über die Technologie können rund 1500 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden, eine Zahlung dauert rund vier Sekunden bei deutlich geringeren Kosten im Vergleich zu den normalen Bankgebühren.

Erst in den vergangenen Tagen gab es gute Neuigkeiten aus Asien: Neben der Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister UAE Exchange, der hierzulange eher unbekannt ist aber auf einen Marktanteil von rund sieben Prozent kommt, kann der Ripple-Token ab sofort auch auf Indiens führender Kryptowährungsbörse Zebpay gehandelt werden. Allerdings sollten Anleger hier genau hinschauen: Bei den Partnerschaften steht meist nur die Technologie im Mittelpunkt, der Token selbst kommt eher selten zum Einsatz. Dies macht es auch sehr schwierig, den Wert der Kryptowährung abzuschätzen.

Quelle: Guidants

Zumindest aus technischer Sicht hat sich mit dem jüngsten Anstieg die Lage wieder deutlich aufgehellt, der Abwärtstrend (rot gestrichelt) ist Geschichte. Allerdings hat Ripple weiterhin einige Hürden vor der Brust: Bereits zwischen 1,05 bis 1,20 Dollar verläuft eine Barriere, an der seit fünf Tagen mehrere Anläufe scheiterten. Darüber ist mit stärkeren Abgaben zwischen 1,40 bis 1,50 Dollar sowie bei rund 1,70 Dollar zu rechnen.

Quelle: Guidants

Auch wenn die Historie noch überschaubar ist, zeigt der längerfristige Chart eine weitere Besonderheit: Bei Ripple kam es bisher immer zu sehr kurzen und zugleich äußerst kräftigen Aufwärtsimpulsen, auf die zähe Seitwärtsbewegungen folgten. Setzt sich das Muster fort, sollten interessierte Krypto-Fans also erst einen ungewöhnlich kräftigen Tagesanstieg abwarten.

Stand: 15.02 / 06:30 Uhr

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