Ethereum – was ist da los?

Ethereum wird als große Alternative zu Bitcoin gepriesen und tatsächlich ist sie die Blockchain, auf der die meisten ICOs programmiert wurden. Doch trotz der wachsenden Popularität schwächelte Ethereum in den vergangenen Wochen besonders stark – auch relativ zu Krypto-Konkurrenz.

Von den Top fünf Kryptos war Ether der beste Performer des ersten Quartals, obwohl er fast 41 Prozent verlor. Im März fiel der Preis jedoch um sagenhafte 54,9 Prozent. Immerhin konnte Etherium gestern die 400 Dollarmarke zurückerobern, nachdem sie zuvor auf rund 365 Dollar gefallen sind – der niedrigste Stand seit November 2017.

Kann das der Auftakt zu einer Erholung nach dem kräftigen Absturz sein? Die Stärke von Ethereum liegt in seiner Flexibilität und seiner Effizienz. Die durchschnittliche Blockzeit für Ethereum beträgt etwa 14 Sekunden, verglichen mit Bitcoins, die über 10 Minuten betragen kann.

Vielfältige Anwendungen

Die Vielseitigkeit der Blockchain ist der Grund für die große Akzeptanz von Ethereum (zum Handelsangebot hier klicken). Der Erfolg der Ethereum-Blockchain hat zur Folge, dass die im Netzwerk gespeicherten Daten stark angestiegen sind. Ein Paradebeispiel ist das beliebte Spiel „CryptoKitties“, bei dem virtuelle Kätzchen gezüchtet und gesammelt werden. Der Handel mit ihnen war so intensiv, dass dieses Spiel Ende 2017 fast elf Prozent des Volumens auf der Ethereum-Blockchain ausgemacht hat.

Ethereum hängt am ICO-Markt

Besonders beliebt sind auch ICOs (Initial Coin Offering), die häufig auf der Ethereum-Blockchain lanciert werden. Mit dem ICO-Markt kam auch Ethereum unter Druck. So sind den USA 2017 fast die Hälfte der ICOs in einer frühen Finanzierungsphase gescheitert, weshalb weitere Regulierungen bevorstehen könnten. Die US-Aufsichtsbehörde SEC ist in den letzten drei Monaten gegen eine Reihe von ICOs vorgegangen (siehe hier).

Doch auch die erfolgreichen ICOs können Druck auf den ICO-Markt ausüben. Denn sie müssen viele ihrer Rechnungen in Dollar bezahlen und nicht in Ether, der Einheit der Ethereum-Blockchain. Vor allem gegen Ende des Quartals dürften Steuerverpflichtungen die Situation verschärft haben, was den Absturz im März erklären würde. Daher dürften sich viele Ether-Anhänger auf das gerade begonnene neue Quartal freuen.

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