Ethereum – Kampf der Entwickler sorgt für Fantasie

In den vergangenen Monaten stand Ethereum kräftig unter Druck, seit dem Rekordhoch Mitte Januar sackte der Kurs um mehr als 70 Prozent ab. Von den beliebten ICOs konnte die Ethereum-Blockchain nicht profitieren. Entwickler von Ethereum bringen nun einen Hard Fork ins Spiel, um der Zentralisierung entgegenzuwirken. Seit dem Wochenende springt der Kurs kräftig an und steht vor einer Weichenstellung.

 

So mancher Krypto-Anleger dürfte sich verwundert die Augen reiben. Bei den meisten Digitalwährungen dominieren grüne Vorzeichen, auf Sicht von sieben Tagen liegen die Top 10-Coins deutlich im Gewinn. Besonders kräftig ziehen Neo und Ethereum an. Die Nummer zwei nach Börsenwert profitierte zuletzt von Gerüchten über einen bevorstehenden Hard Fork.

Mit Hilfe der „Gabelung“ wird der Zentralisierung über ASIC-Mining entgegengewirkt. Vor wenigen Tagen hatte der chinesische Mining-Hardware-Hersteller Bitmain den ersten ASIC-Miner für Ethereum angekündigt. Mit der Hard Fork soll das Ethereum Netzwerk für ASIC Miner ausgeschlossen werden. Viele Entwickler begrüßen den Vorschlag, während sich Vitalik Buterin, der Gründer von Ethereum gegen einen Hard Fork aussprach und auf die Casper-Entwicklung setzt. In der Community laufen nun hitzige Diskussionen.

Noch sind die Würfel nicht gefallen, der Kurs zieht aber bereits kräftig an. Knapp über dem Top vom Oktober vergangenen Jahres drehte Ethereum wieder nach oben. Mit 424 Dollar steht das April-Hoch zur Disposition. Hält die gute Stimmung an, könnte charttechnisch bereits heute ein kleines Doppeltief vorliegen, das weiteres Erholungspotenzial von rund zwölf Prozent bis an den nächsten Widerstand bei 470/480 Dollar zulassen würde.

Quelle: Guidants

Auch unser Indikator untermauert die kurzfristig positive Einschätzung. Unter dem Verlauf ist der Abstand des Kurses zur 21-Tage-Linie abgetragen. Ähnlich wie zuletzt während des Ausverkaufs Anfang Februar notierte Ethereum vor wenigen Tagen um rund 30 Prozent unter dem Monatsdurchschnitt. Diese extrem überverkaufte Lage wurde gekauft. Im Idealfall sind sogar weitere Gewinne bis an den Abwärtstrend bei knapp 600 Dollar möglich. Doch dafür müsste der gesamte Krypto-Markt mitspielen. Vorerst zeichnet sich nur eine technische Gegenbewegung innerhalb des intakten Abwärtstrends ab. Der mögliche Hard Fork oder die Casper-Entwicklung sorgen von „fundamentaler“ Seite für zusätzlichen Schwung.

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