Bitcoin – Sell in May and go away?

Während EOS, Tron und vor allem IOTA in den vergangenen Tagen kräftig zulegten, ist es um den Branchenprimus Bitcoin ruhiger geworden. Zuletzt scheiterten einige Versuche, die psychologische 10.000er-Schwelle zu überwinden. Sollte sich die Mai-Statistik der vergangenen Jahre aber durchsetzen, dürften es bald zu einer Entscheidung kommen.

 

 

Zum Wochenschluss startet Bitcoin einen neuen Anlauf, die Marke von 10.000 Dollar zu meistern. Auf Sicht von 24 Stunden legte der Kurs um rund fünf Prozent zu und liegt damit gut im Rennen im Vergleich zu den 10 größten Kryptos. Doch der Weg auf der Oberseite dürfte nun schwerer werden. Seit Dezember kam es bereits mehrfach im Dunstfeld zum fünfstelligen Kursbereich zu Umkehrbewegungen. Von oben diente die 10.000er-Marke als Unterstützung, notierte Bitcoin darunter stellte die Schwelle eine hartnäckige Barriere dar.

Quelle: Wallstreet Online

Gelingt der Ausbruch, eröffnet sich frisches Potenzial von gut 15 Prozent bis an die nächste Zielzone bei 11.700/12.000. Hier drehte Bitcoin im Februar und März wieder nach unten. Inzwischen sind die Erfolgschancen aber gestiegen, vor allem der Mitte April erfolgte Anstieg über den Abwärtstrend (rot gestrichelt) sorgt für Rückenwind. Auch auf der Unterseite ist die Lage klar: Der 250-Tage-Durchschnitt bei 8800 erwies sich zuletzt mehrfach als gute Nachkaufzone. Erst wenn Bitcoin hier keine Erholung zeigt, droht wieder ein Rücksetzer von gut zehn Prozent bis an den 8000er-Bereich.

Quelle: Guidants

Auch von saisonaler Seite sehen die Aussichten unverändert gut aus. Während an den Aktienmärkten die bekannte Börsenregel „Sell in May and go away“ durchaus mit Zahlen belegt werden kann, bleibt Bitcoin weiter im Aufwind. Seit 2011 fiel die Mai-Bilanz nur zwei Mal negativ aus: 2015 mit minus drei Prozent und 2013 mit Verlusten von sieben Prozent. Die Gewinnquote von 71 Prozent wird abgerundet mit einer Durchschnittsperformance (Median) von 18 Prozent. Nur zwei Monate – Oktober und Dezember – locken mit höheren Renditeaussichten. Im Juni klettert die Trefferquote sogar auf 86 Prozent. Auf Sicht von einigen Wochen halten die Bitcoin-Bullen somit gute Karten in der Hand.

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