Bitcoin, Ethereum, IOTA – Gedanken zum Crash

Der Bitcoin und alle Kryptowährungen sind seit einigen Wochen unter Druck. Während einige technische Analysten das Korrekturziel 8000 US-Dollar ausgerufen hatten, konnte der Bitcoin den Sturz unter 10.000 US-Dollar vorerst abwenden. Nach oben scheint der Weg kurzfristig mit einigen Hürden gespickt zu sein. Es stehen volatile Wochen bevor und Nachrichten zu Regulierung und Verboten können jederzeit für einen Kurssturz sorgen. Dabei sollte man die jüngsten Nachrichten differenziert betrachten. Am Dienstag wurde bekannt, dass Südkorea den Handel verbieten wird, soweit Nutzerkonten auf den entsprechenden Plattformen keine real existierenden Namen tragen. Nun käme auch niemand auf die Idee seine Aktien über ein anonymes Depot unter einem Pseudonym zu kaufen. Warum also beim Bitcoin?

Den Kryptowährungen haftete von Anfang an der Reiz des Gegenmodells an. Gegen die Geldflut der Zentralbanken, gegen den gläsernen Bürger und für dezentrale Organisation und Anonymität. Das Whitepaper zu Bitcoin erschien nicht ohne Grund kurze Zeit nachdem man im Fernsehen sehen durfte wie Investmentbanker ihren Spärlichen Bürobesitz in Schuhkartons durch Manhattan trugen. Nun hat die Rally des Bitcoin einige Kriminelle im DarkNet reich gemacht, die ihre Drogen oder andere kriminelle Machenschaften über die Kryptowährung abwickelten.

Was in Deutschland zu der kuriosen Meldung führt, in denen darüber nachgedacht wird was der Staat Hessen mit beschlagnahmten Bitcoins macht. In China wird die Debatte etwas ernsthafter geführt. Die autoritäre Regierung unterdrückt nahezu jede Opposition. Es ist also nicht davon auszugehen, dass die Kryptowährungen als Modell „gegen Staat und Notenbanken“ dort Bestand haben könnten. Die Handhabe reicht von Maßnahmen gegen die Schürfer bis hin zu allgemeinen Maßnahmen gegen jeden der mit Kryptowährungen handelt. Mittelfristig kann es also nur einen Weg geben, in dem die Kryptowährungen in geregelten Bahnen laufen. In der Regulierung die derzeit für Turbulenzen sorgt, liegt also auch eine Chance.

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Die Technologie der Kryptowährungen wird bleiben und zahlreiche ICOs – hier unser Beitrag für NTV –  zeigen derzeit die vielfältigen Anwendungsgebiete. Es lohnt sich daher bei kurzfristigen Kursturbulenzen einen kühlen Kopf zu bewahren. Zahlreiche Kryptowährungen lohnen einen intensiven Blick. Bei Ethereum geht der Anwendungsbereich über „Smart Contracts“ weit über den des Bitcoin hinaus. Ripple ist über eine frühe Einbindung der Finanzbranche sehr interessant und ein Gegenpol zu den dezentralen Währungen die aus der Community geschaffen worden. Bei IOTA ist Bosch seit einiger Zeit an Bord. Nun hat man personelle Unterstützung von Volkswagen an Bord genommen. NEO war in den letzten Wochen einer der Überflieger und wird als chinesisches Ethereum gehandelt. Soviel als kurzer Denkanstoß – wir bleiben auf Bitcoin-Krypto.de am Ball und werden die Entwicklung der Krypto-Szene täglich beleuchten.

Unsere Presseschau:

Volkswagen’s Chief Digital Officer Joins Blockchain Non-Profit Iota Foundation

Hinter den Kulissen eines Bitcoin-Miners

Bei Ausgabe von Kryptowährungen ist Diebstahl alltäglich

Ist privates Geld das bessere Geld?

Der lange Weg vom Bitcoin zum Euro

Stand: 25.01.18 / 01:00 Uhr

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