Bitcoin – ab Mitte April wieder aufwärts?

Bitcoin-Bullen wie der bekannte Krypto-Investor Tom Lee erwarten im April eine Trendwende bei der Kryptowährung Nummer eins. Begründung: der Steuertermin in den USA. Doch wer zahlt überhaupt Steuern auf seine Bitcoin-Gewinne aus dem Vorjahr?

Auch am frühen Sonntagmorgen gehen die Kryptowährungen in die Knie. Bitcoin (hier geht es zum Zertifikat) verliert zwei Prozent und hat seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent abgeben müssen. Im Vorjahr sah das noch anders aus. Bitcoin kletterte rasant um mehr als 1000 Prozent und hat Amerikaner und andere, die rechtzeitig eingestiegen sind, reich gemacht. Doch nun will Uncle Sam seinen Steueranteil. Um die hohen Steuerrechnungen zu bezahlen, müssen die reich gewordenen Krypto-Investoren sie wohl verkaufen, um ihre Steuerschulden zu begleichen. Das glaubt jedenfalls Tom Lee, Managing Partner bei Fundstrat Global Advisors. Denn es sei anzunehmen, dass die Anleger nicht genügend US-Dollar haben, um ihre Steuerschuld zu tilgen. Seine These stützt eine private Umfrage vom Dezember 2017 als fast acht Prozent der befragten Amerikaner angaben, Kryptowährungen zu besitzen.

Nimmt der Druck der US-Steuer ab?

Um genauere Zahlen zu bekommen, hat Tom Lee die US-Steuerschuld der Kryptobesitzer ausgerechnet. Er hat kalkuliert, dass US-Haushalte im Jahr 2017 Gewinne in Höhe von 92 Milliarden USD an Kryptowährung eingestrichen haben, was bedeutet, dass eine Haushaltsverbindlichkeit von 25,4 Milliarden USD besteht. Er glaubt daher, dass der Verkaufsdruck in diesem Jahr durch den Verkauf von Steuern auf Kryptogewinne verstärkt wurde. Bis zum 15. April müssen Amerikaner ihre Steuererklärung abgeben, weshalb Lee danach weniger Verkaufsdruck und mehr Dynamik nach oben erwartet. Diese Einschätzung ist aber wenig überraschend, da Lee einer der größten Bitcoin-Bullen mit einem Kursziel von 25.000 USD bis zum Jahresende 2018 ist.

Die Frage ist nur, wer zahlt überhaupt Steuern auf seine Kryptogewinne. Bisher, laut Daten der Steuergesellschaft Credit Karma, enthielten weniger als ein Prozent der Steuererklärungen Kryptogewinnerklärungen – aber es bleibt ja noch ein wenig Zeit, um diese zu erklären.

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