Mehr Transparenz für Kryptos

Die Nachrichten zu Kryptoregulierungen häufen sich derzeit. Nach Südkorea meldet auch Japan Vorschläge den ICO-Markt stärker zu regulieren. Das Mittel ist eigentlich ganz einfach: mehr Transparenz über den Fortschritt eines ICOs. Die Vorschläge von Wissenschaftlern, Abgeordneten und Praktikern könnten bald umgesetzt werden.

Eine von der japanischen Regierung eingeräumte Komission aus Universitätsprofessoren, Politikern, Kryptobörsenbetreibern oder Venture Kapitalgeber, um nur einige zu nennen, möchte die Kontrolle über ICOs (Initial Coin Offrings) verbessern, aber nicht zu stark reglementieren. In ihrem Vorschlag legen die Mitglieder Leitlinien fest, die Regeln schaffen, die erforderlich sind, um ICOs als nachhaltige Finanzierungsmethode zu etablieren. Die Vorschläge könnten in Japan bald Gesetz werden.

Klare Vorgaben bei ICOs

Zwei Prinzipien stehen dabei im Mittelpunkt, mit denen Missverständnissen im Zusammenhang mit der Ausgabe von ICO begegnet werden soll. Der erste Grundsatz würde verlangen, dass Emittenten die Bedingungen im Zusammenhang mit etwaigen Änderungen der Verteilung von Mitteln, Gewinnen und Vermögen an Anleger offenlegen. Zweitens sollten die Emittenten potenziellen Anlegern ein Mittel zur Verfügung stellen, um die im Whitebook der Unternehmen angepeilten Fortschritte zu verfolgen. Das Ziel dabei ist: angemessene Regeln festlegen, damit die ICOs das Vertrauen der Öffentlichkeit bekommen und als solide und zuverlässige Finanzierungsmethode ausgebaut werden können.

Kritiker von ICOs sagen jedoch, dass White Papers heute zu weit gefasst sind und keine konkreten Daten oder Ziele haben. Darüber hinaus argumentiert die Komission, dass White Papers aktualisiert werden sollten, während das Unternehmen sich entwickelt. „Das Idee, dass Emittenten im Voraus explizit ein Mittel definieren müssen, um Token-Investoren zu ermöglichen, sollen den Fortschritt der im White Paper genannten Pläne bestätigen“, heißt es in dem Bericht der Komission.

Anstehende ICOs

„Darüber hinaus müssen White Papers auf höchst transparente Weise verwaltet werden: Beispielsweise werden Verfahren zur Überarbeitung von White Papers definiert, die etwa eine Revisionshistorie anzeigt“, so die Komission. Trotz der Regulierungsvorstöße, existieren immer noch zahlreiche ICO-Angebote, auch hierzulande. Der vermutlich bekannteste ist vrXcity, eine virtuelle Reeperbahn (White Paper hier), die ihren Pre-Sale am 22. März begonnen hat. Unternehmensangaben zufolge erfreut sich der ICO einer großen Resonanz. In dieser Verkaufsphase, die noch bis zum 15. April läuft, wird ein Rabatt von 35 Prozent gewährt. Insgesamt sollen 130 Millionen Euro eingenommen werden, was dann der größte ICO in Deutschland wäre.

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