Bitcoin – schwache Hände sind raus

Häppchenweise, aber kontinuierlich in den Markteinsteigen – eine Strategie, die man bislang eher von Aktienmärkten und Sparplänen kannte, wird nun auf den Bitcoin angewandt. Das ist zumindest der Rat der Analysten von Fundstrat Global Advisors. Dort verbreitet man kräftig Optimismus. Die schwachen Hände seien aus dem Markt entwichen und für den Bitcoin sei die Prognose daher sehr positiv – die komplette Meldung lesen Sie bei Finanzen.net

Bitcoin heftiger als Pula oder Ariary

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Ende November werden wir uns in Frankfurt wieder einmal den launigen Jahresausblick von Ulrich Stephan, Deutsche Bank, anhören. Wenngleich inhaltlich Stefan Kreuzkamp mehr hergibt, macht es dennoch Spaß. Denn Stephan ist pointiert. Auch in Sachen Bitcoin:
„Bitcoin schwankte in den letzten sechs Monaten zehnmal stärker als der DAX und damit mehr als Devisenexoten wie der Ariary aus Madagaskar oder der Pula aus Botswana. Madagaskar hat grade zwar eher mit der Pest als mit Bitcoin zu schaffen, doch der Vergleich ist klar.
Was sonst bei Bitcoin los ist – hier die Analyse:

Warum die Bitcoin Hard Fork verschoben wurde

Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform etoro , kommentiert die Absage der SegWit2x-Hard-Fork bei Bitcoin:

„Zum wohl letztmöglichen Zeitpunkt vor der geplanten Hard Fork ist die Bitcoin-Community zu einem wichtigen Konsens gelangt: Die Spaltung wurde abgesagt. Die Hard Fork drohte Bitcoin in zwei Stücke zu reißen und hatte zuletzt für hitzige Debatten und große Unsicherheit über die Zukunft der Kryptowährung gesorgt.

Bei Bitcoin geht es vor allem um Konsens. So funktioniert das System. Will man eine Transaktion über Bitcoin durchführen, muss das Netzwerk diese erst im Konsens bestätigen. Dass die Community über diesen Aspekt zunächst uneins war, hatte einige Bitcoin-Besitzer sehr besorgt gestimmt.

Die SegWit2x-Lösung ist niemals dafür entwickelt worden, das Netzwerk zu spalten. Zu der Zeit, als die Lösung vorgelegt wurde, sah es so aus als ob die Miner die volle Entscheidungsgewalt tragen. Die restlichen Nutzer von Bitcoin haben sich in den vergangenen Wochen aber zusammengeschlossen und zu verstehen gegeben, dass auch ihre Meinung zählt. Das tut sie tatsächlich.“

Upgrade der Transaktionsgeschwindigkeit zwingend notwendig

„In seiner Ankündigung zur Absage der Hard Forks betonte Mike Belshe, Mitbegründer der Bitcoin Wallet-Software BitGo, dass SegWit2x nur das Wachstum von Bitcoin zurückgeworfen hätte. Nun, da die Spaltung abgesagt worden ist, kann die Community aufs Neue versuchen, zu einer besseren Lösung zu gelangen, um ein Upgrade für das Netzwerk zu finden.

Wenn Bitcoin ein globales Zahlungssystem werden soll, ist ein Upgrade bei der Transaktionsgeschwindigkeit zwingend notwendig. Jetzt muss nur noch eine gute Lösung gefunden werden, auf die sich alle einigen können.“

Quelle: etoro , eigene Recherche

CME-Börse gibt Bitcoin kleinen Ritterschlag

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Als die CME in Chicago vor wenigen Wochen erstmals einen Future auf den Bitcoin ankündigte, wurde dies an den Bitcoin-Marktplätzen begeistert aufgenommen. Langfristig wird so der Bitcoin-Handel für Großinvestoren greifbar und die Kryptowährung in die erste Börsenliga gehoben. Nun wird der Bitcoin-Future konkret, wie Sie bei Boerse.ARD nachlesen können. Wie ein Future konkret funktioniert, kann man im Detail zum Beispiel in der Learning-School von Goldman Sachs nachlesen…

Bitcoin Group – die 100-Euro-Frage

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Stellen Sie sich einmal vor, ein Unternehmen, das Bitcoins im Wert von rund 20 Millionen Euro sein eigen nennt und ansonsten im ersten Halbjahr 1,77 Millionen Umsatz erzielt hat – sei knapp 500 Millionen Euro wert. Das wäre der Fall, spränge die Bitcoin-Group auf 100 Euro. Weit war es nicht mehr in der zweiten November-Woche, auch im September ging es schon in ähnliche Höhen. Im ersten Halbjahr lieferte die Bitcoin-Group darüber hinaus an Gewinn vor Steuern 1,22 Millionen ab.

Bitcoin – Vergleich zu MickyMaus-Heft Nummer 1

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Der Kursanstieg des Bitcoin ist so astronomisch groß, dass man ihn langfristig nur mit einem logarithmischen Maßstab sinnvoll darstellen kann (siehe erste Grafik). Kostete ein Bitcoin 2011 noch wenige Euro, sind es heute um die 6.000 bis 7.000 Euro. Das ist prozentual ein Anstieg in der Größenordnung von rund 200.000 Prozent. Allein in diesem Jahr hat sich der Preis noch einmal versechsfacht.

Scheitert der Bitcoin an den Stromkosten?

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Das Internet hinterlässt einen recht großen energetischen Fußabdruck. So rechnet der SWR vor, dass derzeit weltweit 25 Atomkraftwerke laufen müssten um genügend Strom zu produzieren. Ähnliche Rechnungen kann man auch mit dem Bitcoin anstellen. Derzeit wird die Diskussion lauter, ob die Bitcoin-Technologie energetisch vertretbar ist und eventuell eine Hürde für die Ausbreitung der Kryptowährungen darstellt. Wie das Magazin Digiconomist vorrechnet, liegt der Anteil des Bitcoin am weltweiten Stromverbrauch schon bei 0,12 Prozent. Als Land würde der Bitcoin an 65. Stelle kurz hinter Irland liegen. Spannend ist ein Vergleich mit dem Bezahldienst Visa. Dessen Stromverbrauch liegt laut Digiconomist in der Größenordnung von lediglich 50.000 US-Haushalten. In diesem Punkt schlägt die „alte“ Technolgie den Bitcoin also um Längen. Sollte die Erfolgsstory des Bitcoin weitergehen, dürfte auch der ökologische Fußabdruck zunehmend in den Fokus rücken.

Bitcoin zwischen Zweifel und Enthusiasmus

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Zum Beginn des Jahres waren Kurse von 1000 Dollar bei der alternativen Währung Grund genug für heiße Diskussionen. Mittlerweile durchschneidet Bitcoin Tausendermarken im Wochentakt. Wie geht es weiter?

Rund 95 Milliarden Dollar beträgt die Marktkapitalisierung von Bitcoin in diesen Tagen oder übersetzt etwa so viel wie Bayer oder ein Achtel Apple. Für die einen ist dies erst der Anfang, andere sehen 95 Milliarden Dollar heiß gepresste Luft. Nach dem jüngsten Anstieg von rund 3000 auf knapp 6000 Dollar innerhalb der vergangenen fünf Wochen treffen Zweifler und Enthusiasten aufeinander.

Auslöser für den jüngsten Kurssprung war, dass Banken verstärkt in den Kryptobereich drängen, weil das Interesse ihrer Kunden, besonders von Hedgefonds, steigt. So denkt Goldman Sachs über einen Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether nach. Ein großer Investor aus den USA kündigte jüngst an, dass er einen Fonds von 500 Millionen Dollar auflegen will, um in den Bereich zu investieren.

Ausreichend Wachstumspotenzial

Dabei ist Bitcoin im Vergleich der Währungen und Möglichkeiten zur Geldanlage noch immer eine kleine Nummer. Das Handelsvolumen von Bitcoin liegt je nach Handelstag bei 100.000 bis 200.000 Einheiten, an Gold-Futures werden an der New York Commodities Exchange (Comex) je nach Kurs rund 22,5 Milliarden Dollar pro Tag gehandelt. Beim Broker eToro sind neben den bekanntesten digitalen Währungen Bitcoin und Ethereum noch viele andere einfach handelbar, jedoch legte Bitcoin zuletzt merklich deutlicher zu.

Eine Alternative neben den internationalen Kryptobörsen wie zum Beispiel Kraken ist hierzulande das Portal Bitcoin.de, das aber eher wie ein Marktplatz zu verstehen ist. Dort findet kein Matching der Orders wie an herkömmlichen Börsen statt, sondern die Aufträge richten sich nach dem vorhandenen Angebot. So kann es sein, dass die Ausführung nur in Teilen erfolgt. Über die eigene Hausbank können sich Anleger hier engagieren.

Anleger haben noch eine andere Alternative, denn sie können in Bitcoins indirekt über die Aktie der Bitcoin Group investieren, die den Marktplatz Bitcoin.de betreibt. Zwar hängt der Aktienkurs nicht direkt am Bitcoin-Kurs, aber die Umsätze über Bitcoin.de wirken sich auf das Unternehmen und damit auf den Aktienkurs aus.

„Die Aktie ist an hiesigen Börsen gelistet und wird rege gehandelt“, erklärt Manuel Suckart vom Onlinebroker Degiro. „Allerdings müssen sich Anleger auch hierbei auf eine hohe Volatilität einstellen“, so Suckart weiter. In den vergangenen zwei Wochen ist die Aktie im Tief bei knapp 44 Euro auf ein Hoch von 67,50 Euro gestiegen.

Kryptowährungen im Fluss

Bitcoin ist zumindest für den Moment der „Gold-Standard“ unter den Kryptowährungen. Ähnlich wie bei der Etablierung des Internetsektors könnte Bitcoin jedoch in den kommenden Jahren auch wieder verdrängt oder ersetzt werden. Ähnlich erging es im Internetsektor Firmen wie AOL oder später Nokia im Handymarkt.

Für die Bewertung von Bitcoin ist die Frage nach teuer oder günstig kompliziert und einfach zugleich. Denn es ist eine Glaubens- und Vertrauensfrage. Schwindet das Vertrauen, kann die Party sofort enden. Wächst es und setzen sich Kryptowährungen immer mehr durch, gibt es vorerst kaum Grenzen nach oben. Zum Vergleich: Die weltweit bereits geförderten Goldbestände liegen bei rund 180.000 Tonnen. Sie haben einen Wert von 7,5 Billionen Dollar. Bis dahin hat Bitcoin noch einen weiten Weg zu gehen.

Bitcoin zwischen Blase und Megaversprechen

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Zum Beginn des Jahres waren Kurse von 1.000 Dollar bei der Kryptowährung Bitcoin Grund genug für heiße Diskussionen. Mittlerweile durchschneidet Bitcoin Tausendermarken im Wochentakt. Bei 5.000 Dollar treffen Zweifler und Enthusiasten aufeinander. Heiße Luft oder Megaversprechen – wie ist der Status quo?

Rund 95 Milliarden Dollar beträgt die Marktkapitalisierung von Bitcoin in diesen Tagen oder übersetzt etwa soviel wie Bayer oder ein Viertel Apple. Für die einen ist dies erst der Anfang, andere sehen 95 Milliarden heiß gepresste Luft.

Auslöser für den jüngsten Kurssprung war, dass Banken verstärkt in den Kryptobereich drängen, weil das Interesse ihrer Kunden, besonders von Hedgefonds, steigt. So denkt Goldman Sachs über einen Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether nach. Ein großer Investor aus den USA kündigte jüngst an, dass er einen Fonds von 500 Mio. Dollar auflegen will, um in den Bereich zu investieren.

Dabei ist Bitcoin im Vergleich der Währungen und Möglichkeiten zur Geldanlage noch immer eine kleine Nummer. Das Handelsvolumen von Bitcoin liegt je nach Handelstag bei 100.000 bis 200.000 Enheiten, an Gold-Futures werden an der New York Commodities Exchange (COMEX) je nach Kurs rund 22,5 Mrd. Dollar pro Tag. Beim Broker E*Toro sind sowohl Bitcoin als auch Ethereum handelbar, jedoch legte Bitcoin zuletzt merklich deutlicher zu.

Bitcoin ist zumindest für den Moment der „Gold-Standard“ unter den Kryptowährungen. Ähnlich wie bei der Etablierung des Internetsektors könnte Bitcoin jedoch in den kommenden Jahren auch wieder verdrängt oder ersetzt werden. Ähnlich erging es im Internetsektor Firmen wie AOL oder später Nokia im Handymarkt.

Für die Bewertung von Bitcoin ist die Frage nach teuer oder günstig und kompliziert und einfach zugleich. Denn es ist eine Glaubens- und Vertrauensfrage. Schwindet das Vertrauen, kann die Party sofort enden. Wächst es und setzen sich Kryptowährungen immer mehr durch, gibt es vorerst kaum Grenzen nach oben. Zum Vergleich: Die weltweit bereits geförderten Goldbestände liegen bei rund 180.000 Tonnen. Sie haben einen Wert von 7,5 Billionen Dollar. Bis dahin hat Bitcoin noch einen weiten Weg zu gehen.

Trotz Handelsverbots in China – Bitcoin feiert beeindruckendes Comeback

Nach dem vorherigen Kurseinbruch ist der Bitcoin-Kurs kräftig auf dem Weg nach oben. Dafür gibt es etliche Gründe. Geht der Aufwärtstrend in Richtung Rekordhoch weiter?

Die Stimmung der Bitcoin-Besitzer hat sich zuletzt deutlich verbessert: Für Rückenwind haben gerade die bemerkenswerten Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi zu Kryptowährungen, wie Bitcoin und Ether, gesorgt. „Es liegt nicht in unserer Macht, sie (die Kryptowährungen) zu verbieten, oder zu regulieren. Wir müssen uns fragen, welche Auswirkungen Kryptowährungen auf die Wirtschaft haben“, betonte Draghi. Sie würden noch in den Kinderschuhen stecken und wären noch längst keine brauchbare Option fürs Bezahlen. Im Gegensatz zu China, wo die Handelsplattformen auf Druck der Regierung spätestens Ende Oktober den Handel mit Bitcoin einstellen müssen, kann Bitcoin in der Euro-Zone offenbar den Siegeszug fortsetzen. Nach Draghis Aussagen ist der Kurs auf mehr als 4.100 Dollar gestiegen – ein Plus von 23 Prozent gegenüber Mitte September.

Beflügelt wurde der Kurs der Kryptowährung zudem von der Meldung, dass etliche japanische Banken darüber nachdenken, im Vorfeld der Olympischen Spiele 2020 in Tokio eine eigene digitale Währung, die „J-Coin“ (deutsch: „J-Münze“) einzuführen, um das Bezahlen mit Bargeld kräftig zurückzudrängen. In Japan werden derzeit noch 70 Prozent der Transaktionen mit Bargeld bezahlt. Der Wert liegt damit viel höher als in vielen anderen Industriestaaten. Mit der „J-Coin“ würde die Bedeutung der Kryptowährungen in Japan weiter zunehmen. Zuletzt lag der Anteil des Bitcoin-Handels in Japan bei knapp 50 Prozent des weltweiten Handels, was vor allem am stark gesunkenen Anteil Chinas liegt.

Für Aufsehen haben zuletzt auch die Aussagen von James Gorman, dem Chef von Morgan Stanley gesorgt. Nachdem sein Kollege Jamie Dimon, der Vorstandschef von JP Morgan, Bitcoin vor kurzem als „Betrug“ bezeichnet hatte, und dafür von Bitcoin-Fans scharf kritisiert worden war, äußerte sich Gorman positiv zu der Kryptowährung. „Bitcoin ist sicherlich mehr als eine Modeerscheinung… Das Konzept einer anonymen Währung ist ein interessantes Konzept“, betonte Gorman.

Erster Hauskauf in den USA nur mit Bitcoin bezahlt

Dass Bitcoin längst keine Modeerscheinung mehr ist, zeigt auch, dass zuletzt in den USA ein Hauskauf erstmals ausschließlich mit Bitcoin bezahlt worden ist. Nachdem der Immobilienverkäufer die Bitcoins innerhalb von lediglich zehn Minuten zu Dollar gemacht hatte, war der Hausverkauf abgeschlossen. Die Transaktion belegt die zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen. Gefährlich kann es für sie nur werden, wenn andere Länder, gerade die USA, dem Beispiel Chinas folgen und die Kryptowährungen verbieten würden, weil sie sich zur Konkurrenz für die jeweilige Währung entwickeln würden. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus.

Wie stark das Interesse an Bitcoin gestiegen ist, zeigt auch, dass die Chicagoer Derivatebörse CBOE plant, im vierten Quartal 2017 oder Anfang 2018 Bitcoin-Futures einzuführen. Das könnte für einen regen Handel durch institutionelle Investoren sorgen. „Ob man es mag, oder nicht, die Investoren wollen sich bei Bitcoin engagieren“, sagte Ed Tilly, Vorstandschef der CBOE.

Unabhängig von jederzeit möglichen Kurskorrekturen könnte sich die Stimmung der Bitcoin-Fans weiter verbessern. Derzeit scheint nicht absehbar, was den Aufstieg der Kryptowährung verhindern könnte.

Bitcoin – Anfang vom Ende?

Wie aufgeblasen ist die Rally des Bitcoin wirklich? Die Kurse der Kryptowährungen kannten in diesem Jahr bislang nur eine Richtung und nahmen mit der Marke von 5000 US-Dollar je Bitcoin Anfang September die nächste große Hürde. Für US-Analysten ist die Lage damit klar. Sie wenden für Blasen die „1000 Prozent in zehn Jahren-Regel“ an. Demnach haben zahlreiche Basiswerte wie die US-Technologiebörse NASDAQ ausgehend vom Jahr 1990, der Ölpreis seit 1998 oder Silber seit 2001, ziemlich genau zehn Jahre gebraucht bis die Blase platzte. Auf dem Weg dorthin kletterten die Kurse rund 1000 Prozent. Der Bitcoin hat diese Latte je nach Anfangsdatum in zwei bis drei Jahren genommen. Damit übertrifft die Bitcoin-Blase jede historische Blase im Vergleich.

Der jüngste Kursrücksetzer ging auf ein Verbot der chinesischen Regierung zurück. Dort untersagte man Initial Coin Offerings (ICO), mit denen Unternehmen aus der Krypto und Blockchain-Branche frisches Kapital werben. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einem klassischen Börsengang (IPO). Die Maßnahme dürfte Krypto-Fans zunächst nicht überraschen, denn das Bitcoin-Protokoll wurde ins Leben gerufen, um ein dezentrales Zahlungssystem zu schaffen, das unabhängig von einzelnen Regierungen oder Währungen ist. Konflikte mit Staaten, die traditionell die Hoheit über das Geldsystem beanspruchen, sind damit unvermeidlich.

Krypto-Volumen steigt auf 150 Milliarden

Bislang hielten sich die meisten Staaten eher zurück, das wohl lange Zeit am geringen Marktvolumen der Kryptowährungen lag. Im August kletterte der Wert aller Kryptowährungen auf über 150 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld entzieht sich der Kontrolle staatlicher Organe. Fluch und Segen für den Bitcoin zugleich. Denn mit dem Geld können Bürger nicht nur schnell, kostengünstig und anonym Zahlungen abwickeln sondern auch Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder Drogenhandel betrieben werden.

Es scheint daher sehr unwahrscheinlich, dass man es von staatlicher Seite weiterhin zulässt, dass diese enormen Summen weiterhin unreguliert florieren. Mit jedem neuen Kursrekord steigt daher die Notwendigkeit von staatlicher Seite aktiv zu werden, und damit die Fallhöhe für Kryptowährungen.

Wilder Handel mit Bitcoin-Aktien

Welche Ausmaße die Bitcoin-Blase angenommen hat, konnte man zuletzt auf dem Frankfurter Börsenparkett bestaunen. Die Aktie der Bitcoin-Group, Betreiber des deutschsprachigen Bitcoin-Handelsplatzes, kletterte am Montag innerhalb von weniger Stunden von knapp 50 Euro auf 85 Euro in der Spitze. Damit betrug der Marktwert zeitweise über 400 Millionen Euro bei einem Halbjahresgewinn von 1,220 Millionen Euro in diesem Jahr. Selbst in der Bitcoin-Rally zu viel des Guten – die Aktie halbierte sich daraufhin am Dienstag nahezu.